Halle (Saale) setzt mit "Bildung gegen Rassismus" bundesweit ein Zeichen
Ella WagnerHalle (Saale) setzt mit "Bildung gegen Rassismus" bundesweit ein Zeichen
Halle (Saale) veranstaltet vom 14. bis 29. März 2026 die Aktionswochen "Bildung gegen Rassismus"
Die Veranstaltung startet am 14. März um 14 Uhr mit einem Festival im Neuen Theater, das Musik, Diskussionen und kreative Workshops bietet. In den vergangenen fünf Jahren hat keine andere deutsche Stadt eine vergleichbar groß angelegte Reihe von Antirassismus-Veranstaltungen organisiert – meist blieben solche Initiativen lokal und kleinräumig.
Unter dem Motto "Trennung überwinden – Wieder verbinden!" und dem Leitspruch "Keine Zeit für Spaltung!" sind fast 60 Aktivitäten geplant. Auf der Bühne treten Künstler wie Mariam Koné, Songs für Huckleberry und Diana Shcherbakova auf. Besucher können an einer Silent Disco, einer "Lebendigen Bibliothek" sowie Mitmach-Workshops zu Graffiti-Sprühen und Siebdruck teilnehmen. Rund 20 Organisationen bieten Infostände und interaktive Formate an.
Die Eröffnung übernehmen Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und Sachsens-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel. Die Stadt Halle (Saale) ist Schirmherrin der Veranstaltung, unterstützt vom Halleschen Bündnis für Vielfalt und gefördert durch das Landesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Den Abschluss bildet am 28. März eine gemeinsame Veranstaltung bei Mitmischen e.V.
Bildungswochen gegen Rassismus in diesem Umfang sind in Deutschland bisher selten. Die meisten Projekte blieben in den letzten fünf Jahren auf lokale, kleinere Formate beschränkt und erreichten keine bundesweite Ausstrahlung.
Die Aktionswochen 2026 verbinden in Halle (Saale) Musik, Diskussionen und kreative Angebote. Mit Rückendeckung von Kommunalpolitik und zivilgesellschaftlichen Akteuren soll der Austausch gefördert und Teilhabe gestärkt werden. Der Abschluss am 28. März markiert das Ende von zwei Wochen mit Workshops, Auftritten und öffentlicher Beteiligung.