25 June 2026, 12:03

Halle setzt auf frühe Sprachförderung für bessere Bildungschancen

Einstimmiger Beschluss im Stadtrat: Neues Sprachkonzept zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für migrantische Kinder in Halle - CDU-Rat kritisiert Begriff 'Einzugsgebiet'

Halle setzt auf frühe Sprachförderung für bessere Bildungschancen

Der Stadtrat von Halle hat einstimmig eine neue Strategie verabschiedet, um die Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund zu verbessern. Der Plan konzentriert sich auf den Stadtteil Südliche Neustadt und zielt darauf ab, gerechtere Bildungschancen für junge Lernende zu schaffen. Er wurde von der Abteilung Integrierte Sozialplanung der Stadt auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt.

Die Strategie setzt darauf, bestehende Sprachdefizite frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Sie soll Kinder insbesondere beim Übergang von der Kita in die Grundschule unterstützen. Die Stadtplaner haben das Konzept sorgfältig und strukturiert ausgearbeitet.

Sarah Labusga von Volt/Mitbürger lobte die Sozialplaner für ihre detaillierte Arbeit. Katharina Kohl (SPD) betonte, dass der Plan der Verwaltung einen klaren Weg aufzeige, um Sprachbarrieren abzubauen. Zudem biete er durch gezielte Sprachförderung bessere Startbedingungen für die Kinder.

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Nicht alle Reaktionen fielen durchweg positiv aus. Christoph Bergner (CDU) würdigte zwar die Methodik, forderte aber mehr Flexibilität bei der Umsetzung. Jörg Ersack (ebenfalls CDU) kritisierte den im Dokument verwendeten Begriff „Ankunftsstadtteil“. Ute Haupt von der Linken unterstrich die Bedeutung von Sprache als grundlegendes Werkzeug für Integration.

Alexander Raue (AfD) vertrat eine andere Position: Er forderte Deutschunterricht bereits im frühen Kindesalter, kritisierte aber gleichzeitig die CDU für eine nach seinen Worten „inkonsistente Abschiebepolitik“. Annette Kreuzfeld (Grüne) sah in den Kindern der Südlichen Neustadt eine wertvolle Ressource für die Zukunft der Stadt.

Mit der Entscheidung des Rates wird die Strategie nun umgesetzt. Sie zielt auf Sprachförderung in der frühen Bildung ab, um Kindern mit Migrationshintergrund zu helfen. Erwartet wird, dass der Plan die Chancengerechtigkeit beim Schuleintritt verbessert.

Quelle