Halles Saline-Freibad droht weitere Verzögerungen nach Förder-Absage
Maximilian SchmidtHalles Saline-Freibad droht weitere Verzögerungen nach Förder-Absage
Halle (Saale) erleidet Rückschläge bei der Sanierung des Saline-Freibads
Die langjährigen Bemühungen der Stadt Halle (Saale), das Freiluftschwimmbad Saline zu sanieren, stehen vor neuen Hindernissen. Nach der Ablehnung eines Förderantrags zu Beginn dieses Jahres schwebt das Projekt weiterhin in der Schwebe. Nun suchen die Verantwortlichen fieberhaft nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, bevor eine neue Frist im Jahr 2026 abläuft.
Im Januar 2026 hatte die Stadt Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beantragt, um einen Teil der geschätzten 12,5 Millionen Euro für die Modernisierung des maroden Bads im Stadtteil Halle-Neustadt zu decken. Doch der Antrag scheiterte am harten Konkurrenzkampf: Bundesweit überstieg die Nachfrage nach Fördergeldern das verfügbare Budget um das 21-Fache.
Mit der Absage gerieten auch die Pläne für eine neue Turnhalle an der Otfried-Preußler-Grundschule ins Stocken, da beide Vorhaben miteinander verknüpft waren. Da das einzige große Hallenbad der Stadt bereits saniert wird, kämpfen örtliche Schwimmvereine nun mit massivem Platzmangel für ihr Training. Holger Friedrich vom DLRG schlug vor, das Saline-Bad vorübergehend mit einer Abdeckung zu versehen, um während der Bauarbeiten nicht vollständig auf die Anlage verzichten zu müssen.
Ein neuer Förderaufruf des Bundes gibt jedoch Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Die Regierung hat 250 Millionen Euro für die Modernisierung von Sportstätten bereitgestellt, wobei Einzelprojekte bis zu acht Millionen Euro – und damit 75 Prozent der Kosten – erhalten können. Halle kann bis zum 19. Juni 2026 eine formlose Interessensbekundung einreichen, um im Rennen zu bleiben. Das vereinfachte Verfahren reduziert einige der früheren bürokratischen Hürden.
Nun muss die Stadt schnell handeln, um die Frist 2026 einzuhalten. Bei Erfolg könnte die Förderung nicht nur die Badrenovierung, sondern auch den Bau der Schulturnhalle wiederbeleben. Scheitert der Antrag erneut, drohen den Halleschen Schwimmvereinen und Bürgern weitere monatelange Einschränkungen bei der Nutzung ihrer Sportstätten.






