Halles Umgestaltungspläne für Elsa-Brändström-Straße spalten Anwohner und Kleingärtner
Maximilian SchmidtHalles Umgestaltungspläne für Elsa-Brändström-Straße spalten Anwohner und Kleingärtner
Großes Umgestaltungskonzept für die Elsa-Brändström-Straße in Halle (Saale) sorgt für Aufruhr unter Anwohnern
Die Stadt Halle plant eine umstrittene Neugestaltung der Elsa-Brändström-Straße: Historische Kleingartenanlagen sollen Parkflächen weichen, während gleichzeitig die Straßenbahninfrastruktur ausgebaut wird. Viele Bürger befürchten, dass die Veränderungen ihren Alltag erschweren und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Die Kleingärten an der Elsa-Brändström-Straße prägen seit 1931 das Bild des Viertels. Sie bieten grüne Rückzugsorte zum Gemeinschaften, Gemüseanbau und als Schutz vor sommerlicher Hitze. Doch nun will die Stadt Teile dieser Flächen roden, um auf 2.500 Quadratmetern hinter Wohnhäusern neue Parkplätze zu schaffen.
Hintergrund der Umgestaltung ist das Straßenbahn-Ausbauprogramm der Stadt, für das 120 Parkplätze am Straßenrand entfallen. Als Ausgleich werden nun Gartenparzellen in Parkzonen umgewandelt. Zudem sollen die Platanen entlang der Straße mehr Wurzelraum erhalten – gepflasterte Flächen um die Bäume werden dafür zurückgebaut.
Für die Kleingärtner kam die Nachricht überraschend: Viele erhielten kurzfristig Kündigungen für ihre Parzellen. Sie werfen der Stadt vor, sie nicht in die Planungen einbezogen zu haben. Trotz Protesten bleibt die Zukunft der Gärten ungewiss. Eine Stellungnahme der Stadt zu den Plänen steht noch aus.
Die geplanten Veränderungen werden das Gesicht der Elsa-Brändström-Straße prägen – doch die Folgen für die Anwohner sind noch unklar. Zwar entstehen mehr Parkplätze und die Straßenbahn wird ausgebaut, doch der Verlust der Grünflächen stößt auf breite Kritik. Das Schweigen der Stadt zu den Vorwürfen verschärft die Verärgerung zusätzlich.






