"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar Furze feiert
Hannah Hofmann"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar Furze feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen eher ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Die 2006 vom Illustrator Bastian Melnyk ins Leben gerufene Aktion ermutigt die Menschen, Furzen als natürlichen Bestandteil des Lebens zu akzeptieren – und sogar zu feiern. Was als scherzhafte Idee begann, hat sich mittlerweile zu einer skurrilen Tradition im Land entwickelt.
Hinter dem "Hast du gepupst?"-Tag steckt eine einfache Botschaft: Eine Körpersunktion, die oft mit Scham belegt wird, soll enttabuisiert und mit Humor betrachtet werden. Melnyk, ein Cartoonist, der für seine verspielt-alltäglichen Themen bekannt ist, führte den Tag ein, ohne jemals zu erklären, warum ausgerechnet der 5. Februar gewählt wurde. Interessanterweise fällt das Datum zudem mit dem Welt-Nutella-Tag zusammen – eine weitere kurieuse Kalender-Koinzidenz.
Dass Furzen tief in der menschlichen Kultur verwurzelt ist, zeigt sich von antiken Mythen bis zur modernen Unterhaltungskunst. Die Tatuyo, ein indigenes Volk in Kolumbien, glaubten etwa, dass Ton einst aus einem göttlichen Pups entstand. In der Performance-Kunst wiederum hat sich der britische Künstler Mr. Methane mit einer ganz besonderen Begabung einen Namen gemacht: Als professioneller "Flatulist" begeistert er sein Publikum mit einer eher ungewöhnlichen Bühnenshow.
Trotz wachsender Beliebtheit hat der "Hast du gepupst?"-Tag keine Verbindung zu ähnlichen Events. Der US-amerikanische "National Fart Day", der 2022 erstmals begangen wurde, entstand unabhängig davon – ein weiterer humorvoller Verweis auf eine universelle menschliche Erfahrung, aber ohne Bezug zu Melnyks Idee.
Der "Hast du gepupst?"-Tag bleibt damit eine lockere Erinnerung daran, dass manche Dinge im Leben einfach unvermeidbar sind. Warum der Gründer den 5. Februar wählte, bleibt sein Geheimnis. Für alle, die mitmachen, ist es einfach ein weiterer Grund, über etwas zu lachen, das jeder kennt.