29 March 2026, 16:06

Heino unterstützt Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit mit Solidaritätskonzert

Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden sitzen und einer Menge mit Fahnen, Spruchbändern und einem Mikrofon auf einem Ständer gegenüberstehen, mit einer Statue, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund während einer anti-schwulen Demonstration in Berlin, Deutschland.

Heino unterstützt Feuerwehrmann nach Hymnen-Streit mit Solidaritätskonzert

Musiklegende Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann nach Antennen-Streit

Der 87-jährige Schlagerstar Heino hat öffentlich einen Feuerwehrmann unterstützt, der wegen einer umstrittenen Hymnenwahl in die Kritik geraten war. Bei einem Solidaritätskonzert in Bad Belzig trat Heino für Richard Mänder auf, der nach dem Abspielen der ersten Strophe der deutschen Nationalhymne von seinen Aufgaben bei einer Feuerwehrmeisterschaft enthoben worden war. Die Veranstaltung lockte rund 800 Besucher und entfachte erneut Debatten über Patriotismus und Spaltungen in der Feuerwehrgemeinschaft.

Der Streit begann, als Mänder, selbst Feuerwehrmann, bei der Eröffnung einer Meisterschaft die erste Strophe des Deutschlandlieds – inklusive der Zeile "Deutschland, Deutschland über alles" – abspielte. Die Version hatte er auf YouTube gefunden, wurde daraufhin aber seiner Ämter enthoben. Diese Entscheidung veranlasste Heino, bekannt für Hits wie "Blaue Gentiane" und "Karamba, Karacho, ein Whisky", das Konzert zu organisieren.

In Bad Belzig sang das Publikum begeistert mit, während der Zugabe skandierten einige Männer "Ostdeutschland, Ostdeutschland!". Heinos Manager Helmut Werner verteidigte den Auftritt und betonte, die erste Strophe sei "nie verboten" gewesen. Das Konzert sei einzig als Solidaritätsbekundung gedacht. Werner wies auch Spekulationen über Heinos politische Haltung zurück und verwies auf dessen frühere Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen AfD sowie seine Stimmen für SPD und CDU in der Vergangenheit.

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Unterdessen hat Mänder einen neuen Feuerwehr-Sportverband mitgegründet und plant jährliche Meisterschaften. Rolf Fünning, Präsident des Brandenburgischen Feuerwehrverbandes, warnte jedoch, dieser Schritt könnte die Gräben in der Feuerwehrwelt vertiefen. Offizielle Stellungnahmen anderer deutscher Feuerwehren zu ähnlichen Vorfällen oder Mänders Ausschluss von der Jury bei den Meisterschaften 2025 in Torgau liegen bisher nicht vor.

Das Konzert unterstrich die anhaltenden Spannungen um nationale Symbole und deren Einsatz bei öffentlichen Anlässen. Mänders neuer Verband und die geplanten Wettbewerbe könnten die Meinungsverschiedenheiten unter Feuerwehrleuten weiter verschärfen. Vorerst bleibt die Veranstaltung in Bad Belzig ein zentraler Bezugspunkt in der Debatte über Tradition, Patriotismus und Zusammenhalt im Dienst.

Quelle