Henkel revolutioniert Batterieproduktion mit KI und nachhaltigen Klebelösungen
Maximilian SchmidtHenkel revolutioniert Batterieproduktion mit KI und nachhaltigen Klebelösungen
Henkel stellt auf der Battery Show Europe 2026 eine Reihe neuer Technologien für die Batterieproduktion vor. Zu den jüngsten Innovationen des Unternehmens zählen wasserbasierte Klebebandlösungen, KI-gestützte Klebstoffsimulationen und fortschrittliche Entklebungstechniken. Diese Entwicklungen sollen die Fertigung effizienter gestalten und die Leistung von Batterien branchenweit verbessern.
Im Mittelpunkt der Ankündigung steht die neue Produktlinie „Loctite Specialty Tapes“ – eine Serie wasserbasierter, emissionsarmer Klebebänder mit geringem Anteil flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Bänder sind speziell für den Batteriebau konzipiert und eignen sich für das Verbinden, Isolieren, Abschirmen, Schützen sowie das Thermomanagement. Dank ihrer schnellen und gleichmäßigen Verarbeitbarkeit sind sie ideal für die Großserienfertigung und erweitern Henkels Portfolio über herkömmliche Flüssigklebstoffe hinaus.
Parallel dazu führt das Unternehmen „Loctite Solve“ ein – eine KI-basierte Plattform für die virtuelle Klebstoffentwicklung. Ingenieure können damit Rezepturen, einschließlich neuartiger chemischer Zusammensetzungen, ohne physische Prototypen simulieren. Das System ermöglicht zudem die Erstellung digitaler Zwillinge, was die Materialqualifizierung bereits in frühen Designphasen beschleunigt.
Henkel präsentiert außerdem „thermisch auslösbare Entklebung auf Abruf“, eine Technologie, die das zerstörungsfreie Trennen verklebter Batteriekomponenten erlaubt. Dies verbessert Reparaturfähigkeit und Recycling. Zudem werden funktionale Bonderite-Beschichtungen hervorgehoben, die durch ihre hohe dielektrische Festigkeit und Thermobeständigkeit die Zuverlässigkeit von Batterien und Leistungselektronik erhöhen.
Das erweiterte Portfolio bietet Herstellern ein vollständiges Ökosystem für Batterieinnovationen – von der Entwicklung bis zur Aufbereitung am Lebensende. Durch die Kombination von KI-Simulationen, Hochleistungsklebebändern und Entklebungslösungen will Henkel Entwicklungszeiten verkürzen, Risiken minimieren und die Lebensdauer von Batterien verlängern. Frank Kerstan, Leiter E-Mobility Europe bei Henkel, betonte, dass diese Werkzeuge der Branche helfen werden, schneller zu innovieren und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu steigern.






