02 May 2026, 16:05

Hunderte protestieren in Halle gegen AfD-Veranstaltung mit klarer Botschaft

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die eine von Gebäuden gesäumte Straße entlanggeht, mit Text oben und unten: "Die Unionisten-Demonstration von der Western Mail Office aus betrachtet."

Hunderte protestieren in Halle gegen AfD-Veranstaltung mit klarer Botschaft

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag in Halle (Saale), um gegen die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren. Die Kundgebungen fanden entlang der Leipziger Straße und der Francke-Straße statt, wo zeitgleich eine separate, nur sparsam besuchte AfD-Veranstaltung stattfand.

Nach Polizeischätzungen beteiligten sich bis zu 600 Menschen auf dem Höhepunkt der Proteste. Unter den Demonstranten waren Vertreter aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, Gewerkschaften und politischen Parteien. Viele trugen Transparente mit Parolen wie „Halle bleibt bunt“, „Kein Platz für Rassismus“ und „Demokratie verteidigen“.

Vor dem Veranstaltungsort der AfD an der Francke-Straße wurde ein großes Banner mit der Aufschrift „Ihr elendes Stück Deutschland“ entrollt. Die Protestierenden warfen der Partei vor, ethnonationalistische Ansichten und unmenschliche Politik zu propagieren. Die eigene Veranstaltung der AfD hingegen blieb schlecht besucht – lediglich einige Stadträte der Partei waren anwesend.

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Die Polizei setzte rund 200 Beamte ein, um die Ordnung an der Riebeckplatz-Promenade und der Francke-Straße aufrechtzuerhalten. Ein Sprecher warnte später vor den Risiken eines Regierungsanteils der AfD. Auch Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte Roter Ochse, nahm Stellung und verband die hallesche Vergangenheit mit den aktuellen politischen Spannungen.

Die Proteste endeten ohne größere Zwischenfälle, doch die Sorge über den wachsenden Einfluss der AfD bleibt. Die Organisatoren betonten die breite Ablehnung der Parteiideologie, während die Behörden die Lage weiterhin aufmerksam beobachteten.

Quelle