IHK Halle-Dessau stellt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
Hannah HofmannIHK Halle-Dessau stellt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt
IHK Halle-Dessau legt Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre zentralen Forderungen im Vorfeld der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt formuliert. Das am 25. März verabschiedete Positionspapier benennt die drängendsten Themen für die Wirtschaft – darunter Fachkräftesicherung, Energiepolitik und Bürokratieabbau. Die IHK will diese Punkte nun aktiv in die Wahlkampfdebatte mit Politik und Öffentlichkeit einbringen.
Ein zentrales Anliegen des Papiers ist die Bewältigung des Fachkräftemangels. Die Kammer fordert eine bessere Ausschöpfung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials, strengere Anforderungen an Erwerbsfähige sowie eine verstärkte Berufsorientierung. Gleichzeitig plädiert sie für eine Ausweitung der Aus- und Weiterbildung, um Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.
In der Energiepolitik verlangt die IHK eine stabile und bezahlbare Versorgung sowie technologieoffene Rahmenbedingungen. Sie setzt sich für den Erhalt industrieller Standorte wie das Kraftwerk Schkopau ein und fordert gleichzeitig den Ausbau der Netze und erneuerbaren Infrastruktur. Zudem unterstützt das Papier Wasserstoffstrategien und CO₂-Abscheidungstechnologien, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bürokratieabbau. Die IHK fordert systematische Überprüfungen von Verwaltungsvorgängen, vereinfachte Gesetze und spürbare Entlastungen für Betriebe. Im Infrastrukturbereich plädiert sie für langfristige Finanzierungskonzepte, beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie Modernisierungen im Verkehrs-, Digital- und Versorgungsnetz.
Die Kammer betont zudem die Bedeutung der Internationalisierung: Unternehmen bräuchten mehr Unterstützung beim Markteintritt und eine klare Verpflichtung zum Freihandel. Im Bereich Innovation fordert sie bessere Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen, eine stärkere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie offene Technologiepolitiken.
Bis Ende März 2026 hatte die Landesregierung noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Erste Signale deuten jedoch darauf hin, dass Infrastrukturinvestitionen im Rahmen einer umfassenden Wirtschaftsförderung unterstützt werden könnten.
Das Wahlprogramm der IHK skizziert klare Erwartungen der Wirtschaftsregion Sachsen-Anhalt: sichere Energieversorgung, weniger Bürokratie sowie mehr Innovation und Außenhandel. Die Kammer wird sich nun dafür einsetzen, dass diese Prioritäten die anstehende Wahlkampfdebatte prägen.






