ILA Berlin 2023 zieht 110.000 Besucher mit Innovationen und Skandalen an
Maximilian SchmidtILA Berlin 2023 zieht 110.000 Besucher mit Innovationen und Skandalen an
Die Berliner Luftfahrtschau (ILA Berlin) endet mit rund 110.000 Besuchern
Die ILA Berlin verzeichnete in diesem Jahr etwa 110.000 Gäste – ein Anstieg gegenüber den 95.000 Besuchern im Jahr 2021. Die diesjährige Veranstaltung am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) präsentierte die neuesten Innovationen aus Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigungstechnik.
Auf der ILA Berlin 2023 stellten 765 Aussteller aus 37 Ländern aus. Das Programm umfasste Podiumsdiskussionen sowie Flugvorführungen von militärischen und zivilen Luftfahrzeugen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nahm an der Eröffnung teil und unterstrich die Bedeutung der Messe.
Am 10. Juni blockierten pro-palästinensische Aktivisten den Zugang zum Gelände. Die Polizei griff ein, um die Ordnung wiederherzustellen. Seit 1992 findet die ILA am BER statt; frühere Ausgaben wurden in Hannover und Frankfurt am Main veranstaltet, wo 1909 die erste internationale Luftschiffausstellung stattfand.
Während der Messe kündigten acht Rüstungsunternehmen an, gemeinsam ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln – ein Vorhaben, das nach dem Scheitern des FCAS-Projekts (Future Combat Air System) vorangetrieben wird. Marie-Christine von Hahn, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), bezeichnete die Luft- und Raumfahrt als Schlüsselsektor und strategische Infrastruktur.
Die Ausstellung zeigte Spitzen-Technologien und unterstrich die Bedeutung branchenübergreifender Zusammenarbeit. Die steigenden Besucherzahlen bestätigen die wachsende Attraktivität der ILA. Die Veranstaltung festigte Berlins Rolle als zentraler Ort für globale Debatten zu Luftfahrt und Verteidigung.






