04 April 2026, 12:06

Joey Skaggs' erfundene Parade entlarvt die Macht der Medienlügen

Comic-Stripschilderung "April Fools" mit einem Cartoon-Mann und einer Frau im Gespräch, einer Geste und einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken.

Joey Skaggs' erfundene Parade entlarvt die Macht der Medienlügen

Seit 1986 lädt der Künstler Joey Skaggs jedes Jahr am 1. April die New Yorker Medien zu einer großen Parade ein – die es in Wahrheit gar nicht gibt. Mit aufwendigen Scherzen, getarnt als Pressemitteilungen, stellt er spielerisch das Vertrauen der Öffentlichkeit in Nachrichten auf die Probe. Die diesjährige Ankündigung behauptet, die Veranstaltung werde vom Präsidenten angeführt, und fordert die Menschen auf, die Realität selbst zu hinterfragen.

Skaggs behandelt die Medien wie eine Leinwand und erfindet fiktive Ereignisse, um zu zeigen, wie leicht sich Falschinformationen verbreiten. Zu seinen früheren Streichen gehörten ein Donald-Trump-Doppelgänger-Wettbewerb und eine Y2K-Apokalypse-Party. Der eigentliche Zweck der Parade, sagt er, sei es, die Menschen daran zu erinnern, dass sie das Recht haben, über Autoritäten zu lachen und ihre eigene Albernheit zu umarmen.

Die Tradition der Aprilscherze, die die Glaubwürdigkeit der Medien infrage stellen, reicht weit zurück. 1957 täuschte die BBC Zuschauer mit einer gefälschten Spaghetti-Ernte. Google veröffentlicht heute jährliche Technologie-Parodien, während Medien wie Sports Illustrated die Leser 1985 mit einer erfundenen Geschichte über den Mets-Pitcher Sidd Finch narren konnten – ein angebliches 270-km/h-Talent, das es nie gab. Das Magazin gab später zu, dass die ganze Story ein Scherz war.

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Sogar Prominente machten mit. 1998 veranstaltete David Bowie eine Eröffnungsfeier für einen fiktiven Verlag, nur um Stunden später den Schwindel aufzudecken. Skaggs' Parade, die nie im versprochenen Ausmaß stattfindet, hält den Geist am Leben, indem sie eine einfache Frage stellt: Was ist real – und was nicht?

Sein jährlicher Streich zeigt, wie leicht Satire und Fakt verschwimmen können. Zwar wird es keine riesige Parade geben, doch der Scherz erinnert daran, wie wichtig es ist, das Gehörte kritisch zu hinterfragen. Die jahrzehntealte Tradition prüft immer wieder, wie weit eine gut gemachte Lüge reichen kann.

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