Kiews Komediya-Theater feiert Zwei Hasen auf einmal in neuem Odessa-Gewand
Maximilian SchmidtKiews Komediya-Theater feiert Zwei Hasen auf einmal in neuem Odessa-Gewand
Das Komediya-Theater in Kiew bringt eine frische Interpretation des Klassikers Zwei Hasen auf einmal auf die Bühne. Diese musikalische Farce verlegt die Handlung ins Odessa der 1920er-Jahre und verlässt damit den ursprünglichen Schauplatz des frühen 20. Jahrhunderts in Kiew. Regie führt die Choreografin Anna Feketa, die dem bekannten Stoff eine moderne Note verleiht.
Im Mittelpunkt der Inszenierung steht Pronja, eine naive junge Frau, gespielt von Polina Loboda, deren Weg die Geschichte vorantreibt. An ihrer Seite glänzt Maksim Michaljow als Svirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Schurke, der für zusätzlichen Tumult sorgt. Die Familie Silberman – mit Moische Moissejewitsch (Nikolai Ponomarjow) und Rosa Markowna (Alina Gobyrite) – spielt eine zentrale Rolle in den sich überschlagenden Ereignissen.
Olga Konowalowa verkörpert Chimka, die einzige Figur, die inmitten des Chaos einen kühlen Kopf bewahrt. Anders als die sowjetische Verfilmung steht diese Version als eigenständiges Werk da und überzeugt mit einem zeitgemäßen Schluss. Bekannte Lieder sind in die Handlung eingewoben und erhalten so eine neue Bedeutung.
Die Produktion beschließt die Theatersaison mit einem universell glücklichen Ende. Die letzte Vorstellung findet am 2. Juli statt; die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren. Diese musikalische Farce bietet eine temperamentvolle Neuinterpretation von Zwei Hasen auf einmal und verbindet Humor, Musik und ein frisches Setting. Durch das aktualisierte Ende und die lebendigen Charaktere hebt sich das Stück deutlich von früheren Adaptionen ab. Wer die letzte Aufführung erleben möchte, hat am 2. Juli vor Saisonende noch die Gelegenheit.






