09 May 2026, 20:04

Klöckner und Nouripour stoppen teuren Bundestags-Anbau in Berlin

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

Klöckner und Nouripour stoppen teuren Bundestags-Anbau in Berlin

Pläne für großen Bundestags-Anbau in Berlin stoßen auf heftigen Widerstand

Zwei einflussreiche Politiker haben sich gegen das geplante Großprojekt Luisenblock-Ost-II in Berlin ausgesprochen: Julia Klöckner (CDU) und Omid Nouripour (Grüne) fordern eine Streichung der Bauvorhaben. Angesichts knapper Haushalte und der Notwendigkeit haushälterischer Verantwortung sei das teure Vorhaben derzeit nicht zu rechtfertigen, argumentieren sie.

Das geplante Gebäude Luisenblock-Ost-II sollte zusätzliche Büroräume für den Bundestag sowie abgesicherte Besprechungszonen schaffen. Gelegen im Berliner Regierungsviertel nördlich der Spree, war es Teil eines umfassenderen Entwicklungsplans. Klöckner betonte jedoch, das Projekt sei nicht zwingend notwendig – die Mittel könnten sinnvoller eingesetzt werden.

Nouripour unterstützte ihre Position und forderte eine Sondersitzung des Parlaments, um über die Zukunft des Bauvorhabens zu entscheiden. Beide Politiker unterstrichen die Dringlichkeit, unnötige Ausgaben zu streichen. Durch einen Stopp von Luisenblock-Ost-II könnte der Bundestag bis zu 600 Millionen Euro einsparen.

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Von einer möglichen Abschaffung des Projekts wäre der benachbarte Bau Luisenblock-Ost-I nicht betroffen, der wie geplant fortgeführt wird. Die Bauarbeiten für diese Phase sollen bald beginnen; die Fertigstellung ist für 2034 vorgesehen. Anders als sein Pendant steht Luisenblock-Ost-I nicht in der Kritik wegen der Finanzierung.

Sollte Luisenblock-Ost-II tatsächlich gestoppt werden, entginge dem Bundestag eine erhebliche Baulast. Der Schritt steht im Kontext breiterer Bemühungen, die öffentlichen Ausgaben angesichts finanzieller Engpässe zu begrenzen. Die Entscheidung der Sondersitzung wird zeigen, ob die Pläne offiziell fallen gelassen werden.

Quelle