09 May 2026, 08:08

Krach fordert Mietregister und Tennismatch gegen Wegner im Berliner Wahlkampf

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate in den Händen und steht auf einer Straße, die mit Pflanzen und Gebäuden gesäumt ist, mit "Chaos" auf der Straße in Bezug auf die Occupy Wall Street Demonstration.

Krach fordert Mietregister und Tennismatch gegen Wegner im Berliner Wahlkampf

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD für die anstehende Berliner Wahl, hat die Wohnungsfrage zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Er setzt sich für strengere Mietpreisbremse ein und kritisiert die aktuelle Regierung scharf für ihr Krisenmanagement. Zu seinen Vorschlägen gehören ein neues, stadtweites Mietregister sowie härtere Sanktionen gegen Vermieter, die gegen die Regeln verstoßen.

Krach ging sogar einen Schritt weiter und forderte Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner zu einem Tennismatch heraus – eine Anspielung auf ein umstrittenes Spiel, das Wegner während eines flächendeckenden Stromausfalls in der Stadt bestritten hatte.

Der SPD-Kandidat betonte, die Wohnungsnot in Berlin sei die „oberste Priorität“ seiner Partei. Das geplante Mietregister, das 2027 eingeführt werden soll, bezeichnete er als „Game-Changer“ für Mieter: Es soll für Transparenz bei fairen Mietpreisen sorgen. Zudem sind Kontrollbeamte vorgesehen, die Vermieter mit falschen Mietverträgen ahnden sollen.

Krach forderte Wegner auf, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und CDU-Chef Friedrich Merz über die Notwendigkeit von Mietobergrenzen zu informieren. Die von der SPD initiierte Mietenschutzkommission der Stadt beweise, so Krach, das Engagement seiner Partei für den Mieterschutz.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Über lokale Maßnahmen hinaus strebt Krach eine bundesweite Opt-out-Klausel an. Diese würde es Ländern wie Berlin ermöglichen, strengere Mietregulierungen einzuführen – selbst wenn das nationale Recht sie einschränkt.

Mit einer persönlichen Spitze forderte Krach Wegner zu einem Tennismatch auf – am besten auf demselben Platz, auf dem dieser im vergangenen Jahr während eines großen Stromausfalls gespielt und dafür Kritik geerntet hatte. Damit verschärft er nicht nur den Ton in der Wohnungsdebatte, sondern stellt auch Wegners Glaubwürdigkeit infrage.

Krachs Wahlkampf verbindet politische Vorschläge mit direkten Angriffen auf seinen Kontrahenten. Das Mietregister und die verschärften Kontrollen sollen bis 2027 die Belastung für Mieter verringern. Seine Forderung nach einer bundesweiten Opt-out-Klausel könnte darüber hinaus beeinflussen, wie Städte in ganz Deutschland mit steigenden Mieten umgehen.

Die Herausforderung zum Tennismatch lenkt den Fokus auf Wegners frühere Kontroversen und unterstreicht gleichzeitig den SPD-Anspruch auf mehr Verantwortung in der Politik.

Quelle