17 June 2026, 18:08

Kushners Luxusresort bedroht Albaniens ersten Wildfluss-Nationalpark am Vjosa-Delta

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der albanischen 'Flamingo-Revolution'

Kushners Luxusresort bedroht Albaniens ersten Wildfluss-Nationalpark am Vjosa-Delta

Albaniens Vjosa-Narta-Delta – Europas erster Wildfluss-Nationalpark – steht im Mittelpunkt einer wachsenden Kontroverse. Das geschützte Gebiet, bekannt für seine seltenen Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten, gerät durch ein geplantes Milliardärs-Ferienresort unter Entwicklungsdruck. Hinter dem Projekt steht Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Das Delta liegt an Albaniens Adriaküste, einem kleinen Balkanstaat mit engen Bindungen an die USA als NATO-Mitglied. Ministerpräsident Edi Rama hat einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ verliehen – und damit Umweltprüfungen für das Resort umgangen. Kürzlich begannen die Bauarbeiten, was zu Protesten führte, bei denen Anwohner mit rosafarbenen Flamingo-Ausschnitten demonstrierten.

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Albanien ist zudem Zufluchtsort für Tausende Mitglieder der Muǧahedin-e Chalq (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die einst das Camp Ashraf im Irak verließ. Rama unterstützt die MEK öffentlich und wirft dem Iran vor, die Proteste gegen das Resort zu schüren. Die EU, die Albanien 2014 den Kandidatenstatus verlieh, kritisiert seit Langem Korruption und schwache Rechtsstaatlichkeit im Land.

Brüssel könnte nun mit Forderungen nach mehr Transparenz reagieren – oder zukünftige Beitrittshilfen an strengere Antikorruptionsmaßnahmen knüpfen, was den Druck auf Ramas Regierung erhöhen würde.

Die Resort-Pläne gefährden nicht nur ein einzigartiges Ökosystem, sondern stellen auch Albaniens Umwelt- und Rechtsschutz auf die Probe. Mögliche EU-Auflagen für die Gelder könnten die Regierung zwingen, langjährige Missstände anzugehen. Das Ergebnis könnte sowohl die Zukunft des Deltas als auch Albaniens Weg in die EU prägen.

Quelle