23 May 2026, 04:06

Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Tore

Lada-Importeur schließt nach 50 Jahren in Deutschland

Lada Deutschland schließt nach Jahrzehnten endgültig seine Tore

Lada Deutschland GmbH stellt nach Jahrzehnten auf dem deutschen Automarkt endgültig den Betrieb ein. Das Unternehmen, das einst eine Schlüsselrolle bei der Einführung günstiger Fahrzeuge spielte, hat nun die endgültige Insolvenzphase eingeleitet.

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Die Probleme begannen 2019, als AvtoVAZ, die Muttergesellschaft von Lada, die offiziellen Lieferungen in die EU einstellte. Der Grund war klar: Die Motoren von Lada erfüllten nicht die verschärften Abgasnormen der Euro-6d-TEMP-Stufe. Eine Nachrüstung erwies sich als zu kostspielig, sodass die Marke keine konformen Modelle mehr anbieten konnte.

Für eine kurze Zeit versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Geländewagen Niva über Wasser zu halten. Doch die Verkäufe waren bereits auf wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr eingebrochen. 2022 kamen dann die Lieferungen von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland vollständig zum Erliegen. Sanktionen und logistische Turbulenzen infolge des Ukraine-Kriegs machten Importe unmöglich.

Das Unternehmen hatte einst eine überraschende Rolle in der deutschen Automobilgeschichte gespielt: In den 1990er-Jahren half es Kia, sich mit der Verteilung früher Modelle auf dem Markt zu etablieren. Doch am Ende konnte selbst dieses Erbe den Niedergang nicht aufhalten.

Ohne Neuwagen und ohne Möglichkeit, moderne Abgasvorschriften zu erfüllen, hat Lada Deutschland nun endgültig dichtgemacht. Das Insolvenzverfahren markiert das Ende einer Ära für eine Marke, die deutschen Fahrern einst preiswertes Fahren ermöglichte.

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