30 March 2026, 06:06

Landkreis ändert Altkleidersammlung wegen Recycling-Krise radikal um

Innenansicht eines Kleiderladens mit Kleiderbügeln, Schaufensterpuppen und Tischen mit Artikeln, mit Wandtexttafeln und Deckenbeleuchtung, identifiziert als der neue D Collection Store im Mall of America.

Landkreis ändert Altkleidersammlung wegen Recycling-Krise radikal um

Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung um

Angesichts eines drastischen Einbruchs im Textilrecycling-Markt ändert der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Vorgehensweise bei der Sammlung gebrauchter Kleidung. Steigende Kosten, Schließungen von Sortieranlagen und eine nachlassende Qualität der Materialien zwingen die Verantwortlichen zum Umdenken.

Jährlich werden im Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien eingesammelt. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen einst dabei, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch mit dem Zusammenbruch des Marktes, Pleiten von Sortierbetrieben und zunehmender Verunreinigung der Ware ist das System nicht mehr tragfähig.

Um gegenzusteuern, reduziert der Landkreis die Zahl der frei zugänglichen Sammelcontainer. Stattdessen setzt er auf weniger, aber zentralisierte Annahmestellen – vorzugsweise betreute Standorte –, um die Qualität der Spenden zu verbessern. Bereits jetzt wurden einige Container in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön abgebaut.

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Bürger können nach wie vor tragbare, saubere Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen oder Hüte abgeben. Stark verschmutzte Textilien, nasse Kleidung, Teppiche, Matratzen und Hausmüll werden jedoch nicht mehr angenommen. Der Landkreis warnt zudem davor, Säcke oder Abfall neben den Containern zurückzulassen.

Bisher ist das Recyclingzentrum in Kaltennordheim im Bereich der Hohe Rhön als einzige bestätigte zentrale Annahmestelle ausgewiesen. Weitere Lösungen für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft werden noch beraten.

Ziel der Änderungen ist es, trotz der Marktprobleme ein funktionierendes Textilsammelsystem aufrechtzuerhalten. Durch weniger Verunreinigungen und eine bessere Materialqualität hofft der Landkreis, die Zukunft seiner Recyclingbemühungen zu sichern. Die Bürger müssen sich künftig an strengere Richtlinien bei der Abgabe von Altkleidung halten.

Quelle