02 May 2026, 10:06

Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin trotz Krebs im Endstadium – und spaltet damit die Öffentlichkeit

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden Bildern von lachenden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien zeigt, die den fetten, Großbuchstaben-Titel umgeben.

Lerchek startet Kosmetikmarke Eyya Skin trotz Krebs im Endstadium – und spaltet damit die Öffentlichkeit

Die Bloggerin Valeria Chekalina, besser bekannt als Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich bekannten Diagnose mit Krebs im Stadium 4 ihre eigene Kosmetikmarke Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst sowohl Unterstützung als auch Kritik aus – einige Follower hinterfragen ihre Motive. Nun hat sich auch der Produzent Gera Iwashtschenko zu Wort gemeldet und ihre öffentliche Strategie mit der der Familie Kardashian verglichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Chekalina gab ihre Diagnose in emotionalen Werbevideos für Eyya Skin bekannt. Ihre Vorgehensweise, bei der sie persönliche Verletzlichkeit mit unternehmerischer Eigenwerbung verbindet, spaltet ihr Publikum: Während Bewunderer ihre Widerstandskraft loben, werfen ihr andere vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit und finanzielle Vorteile auszunutzen.

Produzent Gera Iwashtschenko bezeichnete Chekalinas Taktik als ungewöhnlich für ein russisches Publikum. Üblicherweise ziehen sich Menschen mit schweren gesundheitlichen Problemen aus der Öffentlichkeit zurück – sie hingegen setzt auf Sichtbarkeit. Iwashtschenko verwies darauf, dass ihre Methoden globalen PR-Strategien ähneln, insbesondere denen der Kardashians.

Über die Markenbildung hinaus vermutet Iwashtschenko, dass Chekalina damit auch die Zukunft ihrer Kinder sichern könnte. Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, war 2022 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt worden, wodurch sie zur alleinigen Versorgerin wurde.

Die Einführung von Eyya Skin hat die Debatten über Authentizität und Ethik in der Influencer-Kultur weiter angeheizt. Chekalinas Entscheidung, ihren Gesundheitskampf mit kommerziellen Unterfangen zu verknüpfen, bleibt ein polarisierendes Thema – sowohl unter ihren Followern als auch bei Branchenbeobachtern.

Ihre Krebserkrankung und der Markenstart haben Chekalina unter scharfe Beobachtung gestellt. Die gespaltenen Reaktionen zeigen, wie komplex die Vermischung persönlicher Schicksale mit öffentlicher Selbstdarstellung ist. Solange die Diskussionen andauern, wird ihre Strategie voraussichtlich ein zentrales Thema in sozialen Medien und kulturellen Debatten bleiben.

Quelle