03 April 2026, 22:05

Leslie Benzies wirft Saboteuren gezielte Angriffe auf MindsEye vor – und will sie im Spiel bloßstellen

Das Gesicht eines Hackers in der Mitte eines Bildschirms mit dem Wort 'Hacker' und Binärcode.

Leslie Benzies wirft Saboteuren gezielte Angriffe auf MindsEye vor – und will sie im Spiel bloßstellen

Leslie Benzies, der ehemalige Grand-Theft-Auto-Entwickler und Gründer des Studios Build a Rocket Boy, hat anonyme Saboteure beschuldigt, das Debütspiel des Studios, MindsEye, untergraben zu haben. Der 2025 erschienene Titel geriet wegen seines Kampfsystems und der Erzählweise in die Kritik, während Benzies nun behauptet, Beweise für gezielte Behinderungen zu besitzen.

Die Vorwürfe lösten eine deutliche Reaktion von IO Interactive aus, dem Publisher des Spiels, der jede Beteiligung an Sabotageakte öffentlich zurückweist. Die Spannungen zwischen den beiden Unternehmen verschärften sich, nachdem ihre Zusammenarbeit nach dem Release des Spiels abrupt endete.

Benzies hatte bereits im März 2023 Bedenken geäußert und erklärt, er verfüge über "erdrückende Beweise für organisierte Spionage und Unternehmenssabotage". Später gab er an, dass Behörden in Großbritannien und den USA den Fall prüften, und deutete an, dass Festnahmen folgen könnten.

Das Studio plant nun, die Vorwürfe in Blacklist aufzugreifen – einer anstehenden DLC-Mission für MindsEye. Wie Build a Rocket Boy mitteilte, soll die Mission "einige der Beweise mit der Community teilen" und "einige dieser Namen in unsere kommende Spionagemission einbauen". Damit scheint das Studio die Absicht zu haben, die mutmaßlich Beteiligten öffentlich zu benennen.

Von Anfang an hatte MindsEye mit einem Imageproblem zu kämpfen. Sein Debüt-Trailer, unterlegt mit dem Song Mad World, ließ manche Zuschauer an die Grafik früher Xbox-360-Spiele denken. Trotz der Kontroversen hält IO Interactive an seiner Distanz zu Benzies' Anschuldigungen fest und weist seit der Veröffentlichung des Spiels in offiziellen Stellungnahmen jede Schuld von sich.

Der Streit zwischen Build a Rocket Boy und IO Interactive bleibt ungelöst, während der Publisher die Sabotagevorwürfe weiterhin zurückweist. Die Entscheidung des Studios, die Anschuldigungen in Blacklist einfließen zu lassen, ist ungewöhnlich – ein Fall, in dem Ingame-Inhalte genutzt werden, um eine reale Kontroverse aufzugreifen. Ob und wie die rechtlichen Ermittlungen ausgehen, steht noch aus.

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