Leverkusens Trainingszentrum-Pläne scheitern an lokalem Widerstand in Monheim
Clara HofmannLeverkusens Trainingszentrum-Pläne scheitern an lokalem Widerstand in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit einem Jahrzehnt nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nun schlägt der Verein einen verkleinerten Campus in Monheim am Rhein vor – doch das Projekt stößt auf massiven Widerstand lokaler Politiker. Der Plan erfülle lediglich die Mindestanforderungen für Sport und Betrieb, so der Club.
Bei der Suche nach einem geeigneten Gelände wurden 70 mögliche Standorte geprüft. Schließlich entschied sich Bayer 04 für Monheim am Rhein als Standort des neuen Trainingszentrums. Der geplante Campus umfasst zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege für die Öffentlichkeit.
Trotz der Bemühungen des Vereins lehnen lokale Politiker das Vorhaben immer wieder ab. Ihre Bedenken konzentrieren sich auf Klimaschutz und Umweltauswirkungen. Infolgedessen musste Bayer 04 die Pläne bereits mehrfach zurückstufen, um den Einwänden Rechnung zu tragen.
Der Konflikt hat sich zugespitzt und die Aufmerksamkeit der Bayer-AG-Führung auf sich gezogen. Konzernchef Bill Anderson bestätigte, dass man die Entwicklung genau verfolge. Sportdirektor Simon Rolfes warnte, dass der Verein ohne den Campus im Infrastrukturvergleich zu anderen Bundesliga-Klubs zurückfallen könnte.
Der aktuelle Entwurf deckt die grundlegenden Anforderungen des Vereins an Training und Betrieb ab. Bei einer Genehmigung würde der Campus wichtige Einrichtungen für den Nachwuchs schaffen und lokale Arbeitsplätze sichern. Ohne das Projekt könnte Bayer 04 jedoch Schwierigkeiten haben, seine Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Fußball zu halten.
