Mainz verliert bis 2027 Hunderte sozial geförderte Wohnungen – was Mieter jetzt wissen müssen
Clara HofmannMainz verliert bis 2027 Hunderte sozial geförderte Wohnungen – was Mieter jetzt wissen müssen
Mietbindungen für Hunderte sozial geförderter Wohnungen in Mainz laufen in den nächsten zwei Jahren aus
Bis Ende 2027 verlieren insgesamt 866 Wohnungen ihren aktuellen Mieterschutz. Betroffene Mieter werden von ihren Vermietern vorab über die Änderungen informiert.
Die erste Welle der Änderungen steht bereits bis Ende 2026 an: Dann fallen für 98 Wohnungen die Mietpreisbeschränkungen weg, vor allem in Neustadt und Weisenau. Deutlich größer ist die zweite Gruppe mit 768 Wohnungen, deren Bindungen bis Ende 2027 enden – die meisten davon liegen in Finthen, Weisenau, Gonsenheim und Mombach.
Das städtische Wohnungsförderungsamt steht in Gesprächen mit Wohnungsanbietern, um Wege zu finden, die Mieten bezahlbar zu halten. Mögliche Lösungen sind die freiwillige Teilnahme an Landesförderprogrammen, etwa der Erwerb von Belegungsrechten oder die Beantragung von Modernisierungsmitteln. Größere Wohnungsunternehmen in Mainz sind bereits über diese Optionen informiert.
Sobald die Mietbindungen auslaufen, dürfen Vermieter die Mieten innerhalb der gesetzlichen Grenzen anheben. Die Stadtverwaltung hat keine direkte Möglichkeit, einzugreifen. Die bestehende Mietpreisbremse in Mainz gilt zwar noch bis zum 31. Dezember 2029, erfasst aber nicht alle geförderten Wohnungen.
Mieter in den betroffenen Wohnungen werden von ihren Vermietern über mögliche Mietanpassungen unterrichtet. Die Stadt wirbt weiterhin bei Wohnungsanbietern dafür, Landesmittel zu nutzen, um den sozialen Wohnungsbau zu sichern. Ohne weitere Maßnahmen könnten die Mieten nach Wegfall der Bindungen steigen.






