Mediashop vor Verkauf: Rettung oder Ende des Teleshopping-Pioniers?
Mediashop GmbH steht vor Verkauf seiner Betriebsvermögen und Grundstücksrechte
Das in Neunkirchen ansässige Teleshopping-Unternehmen Mediashop GmbH steht kurz vor dem Verkauf seiner operativen Vermögenswerte und Immobilienrechte. Die insolvente Firma, die rund 160 Mitarbeiter beschäftigt, strebt an, das Geschäft noch in dieser Woche abzuschließen. Der Insolvenzverwalter Michael Lentsch leitet die Bemühungen, die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Der Firmensitz befindet sich auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück mit einem dreistöckigen Gebäude, das 2018 fertiggestellt wurde. Die Immobilie bietet 2.670 Quadratmeter Nutzfläche und ist mit einem Erbbaurecht bis 2078 belastet, für das jährlich knapp 14.000 Euro Erbbauzins anfallen. Ein unabhängiges Gutachten bewertete den Wert des Objekts auf 5,23 Millionen Euro.
Auf dem Grundstück lastet eine Hypothek von bis zu 5,5 Millionen Euro, wobei die aktuellen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen. Trotz laufender Verhandlungen konnten sich Investoren und die Bank bisher nicht auf eine Übernahme des Neunkirchener Hauptsitzes einigen.
Lentschs Plan zielt darauf ab, Mediashop als führende TV-Shopping-Marke in Österreich, Deutschland und der Schweiz neu zu positionieren. Laut Vorschlag soll die Produktwerbung auf 30 Fernsehkanäle reduziert werden.
Falls der Verkauf wie geplant verläuft, könnte das Unternehmen seine Geschäfte stabilisieren und die Belegschaft halten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Mediashop seine Marktposition zurückerobern kann, während es gleichzeitig sein Sendespektrum verringert.






