Mitteldeutschland-Bahn: Baupläne platzen – jetzt droht jahrelange Verzögerung
Maximilian SchmidtMitteldeutschland-Bahn: Baupläne platzen – jetzt droht jahrelange Verzögerung
Baupläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden massive Verzögerung
Das als entscheidend für das Thüringer Verkehrsnetz beschriebene Projekt sollte in diesem Jahr in die Bauphase gehen – doch nun steht eine Verschiebung ins Haus. Ohne Bundesförderung bleiben dringend benötigte Ausbaumaßnahmen vorerst auf Eis.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert nun schnelles Handeln für die Streckenmodernisierung. Geplant ist die Elektrifizierung der Linie zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz sowie ein teilweiser zweigleisiger Ausbau. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte, dass diese Maßnahmen für schnellere Verbindungen unverzichtbar seien.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte indes, dass derzeit keine Mittel für das Vorhaben bereitstehen. Die Bauarbeiten wurden daher auf 2028 verschoben, die vollständige Elektrifizierung wird nun frühestens 2032 erwartet. Von der Verzögerung betroffen sind auch Fernverkehrsverbindungen, die Chemnitz und Dresden über Erfurt mit Westdeutschland verknüpfen sollten.
Bis 2029 klafft eine Finanzierungslücke von rund 2 Milliarden Euro für mehrere Bahnprojekte. Allein der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz benötigt schätzungsweise 544 Millionen Euro. Die BSW besteht darauf, dass ohne zusätzliche Bundesmittel die geplanten Modernisierungen weiter blockiert bleiben.
Die Mitteldeutschland-Verbindung sollte Reisen von Sachsen durch Thüringen in westliche Regionen beschleunigen. Doch mit verschobenen Bauarbeiten und fehlenden Geldern bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss. Die BSW drängt weiterhin auf finanzielle Unterstützung, um die Ausbaupläne voranzubringen.






