20 April 2026, 02:06

Müller bremst China-Expansion und setzt auf Osteuropa statt Asien

Innenansicht einer chinesischen Apotheke mit Glaswänden, Regalen voller Artikel, verstreuten Kartons, einer Pflanze auf der linken Seite und einem Namensschild oben, das auf eine chinesische Drogerie hinweist.

Müller bremst China-Expansion und setzt auf Osteuropa statt Asien

Die deutsche Drogeriemarktkette Müller hat ihren geplanten Markteintritt in China verschoben. Ursprünglich sollte das erste Geschäft im Shanghaier Stadtteil Pudong bis Ende 2026 eröffnet werden. Nun wurden die Verhandlungen vorerst auf Eis gelegt.

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Müller hatte sich mit ehrgeizigen Zielen auf den chinesischen Markt vorbereitet. Die ursprüngliche Strategie sah vor, innerhalb von fünf Jahren bis zu 500 Filialen im ganzen Land zu eröffnen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Expansionspläne gegenüber dem Handelsblatt, noch bevor die Entscheidung zum Stopp fiel.

Statt den China-Plan voranzutreiben, konzentriert sich das Unternehmen nun auf Europa. Neue Märkte in der Slowakei und Tschechien haben jetzt Vorrang. Trotz der Verzögerung haben weder Müller noch die lokalen Behörden in Shanghai künftige Gespräche ausgeschlossen.

Die Verschiebung bedeutet jedoch keinen vollständigen Rückzug aus China. Müller lässt die Tür für mögliche Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt offen.

Mit dieser Entscheidung verlagert Müller seinen unmittelbaren Fokus von Asien weg. Die Expansionsbemühungen richten sich nun auf Mittel- und Osteuropa. Zwar bleibt China eine langfristige Option, doch ein Zeitplan für die Wiederaufnahme der Gespräche steht derzeit nicht fest.

Quelle