Neubau an der Burg Giebichenstein startet 2027 – doch die Finanzierung steht noch in den Sternen
Maximilian SchmidtBau der Kunsthochschule Halle deutlich verzögert - Neubau an der Burg Giebichenstein startet 2027 – doch die Finanzierung steht noch in den Sternen
An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle soll im Oktober 2027 der Bau eines neuen Gebäudes beginnen. Das Vorhaben, für das noch die parlamentarische Zustimmung aussteht, wird veraltete Räumlichkeiten ersetzen und moderne Lehrflächen schaffen. Aktuell studieren über 1.000 Studierende aus Deutschland und dem Ausland an der Hochschule.
Die vorbereitenden Arbeiten beginnen bereits im November 2026, wobei das Gelände bis zum Ende des Sommersemesters 2026 geräumt sein soll. Über die Finanzierung entscheidet der Finanzausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt in seiner Februarsitzung, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.
Das ursprüngliche Budget lag bei über 53 Millionen Euro, wurde von den Landesbehörden jedoch als nicht finanzierbar abgelehnt. Der überarbeitete Plan sieht nun 41 Millionen Euro vor – ohne die Kosten für die Ausstattung. Die Hochschule steuert aus eigenen Rücklagen 4 Millionen Euro bei.
Das neue Gebäude wird rund 3.300 Quadratmeter umfassen und Ateliers, Werkstätten sowie eine "Burg-Galerie" beherbergen. Zudem sind Seminarräume für die Lehrerausbildung vorgesehen, ein Keller entfällt jedoch. Statt einer vollwertigen Mensa entsteht ein kleineres Café. Mit der Fertigstellung ist nicht vor 2030 zu rechnen.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Einrichtung der wachsenden Studierendenschaft verbesserte Räumlichkeiten bieten. Das Projekt stellt eine langfristige Investition in die Kunst- und Designausbildung in Halle dar. Ob der Baubeginn im Oktober 2027 gehalten werden kann, hängt von der finalen Genehmigung und der Bereitstellung der Mittel ab.
Baugenehmigung erteilt, detaillierte Planung beginnt
Das Projekt hat eine wichtige Hürde genommen. Das Staatsministerium der Finanzen hat die überarbeiteten Baupläne am 13. März 2026 genehmigt, wodurch die detaillierte Konstruktionsplanung beginnen kann. Die Hochschule erklärte: 'Die Hochschule blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate.' Dies bestätigt den im Februar 2026 erzielten Parlamentsfinanzierungskompromiss. Der überarbeitete Haushalt in Höhe von 41 Millionen Euro schließt nun die Gerätekosten aus.






