23 April 2026, 00:11

Neue Friedhofssatzung: Mehr Flexibilität und Gedenkorte für "Engelskinder"

Ein Friedhof mit zahlreichen Gräbern, geschmückt mit Blumen und Kerzen, umgeben von Gras, trockenen Blättern, Pflanzen, Bäumen und einem Zaun, mit Fahrzeugen, Gebäuden und Himmel im Hintergrund.

Neue Friedhofssatzung: Mehr Flexibilität und Gedenkorte für "Engelskinder"

Überarbeitete Friedhofssatzung steht zur Abstimmung im Stadtrat am 29. April 2026

Die geplanten Änderungen sollen steigende Kosten ausgleichen, ohne die Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger unerschwinglich zu machen. Dazu gehören Gebührensenkungen, neue Bestattungsmöglichkeiten und ein transparenteres Finanzierungskonzept.

Mit der aktualisierten Satzung will die Stadt einen größeren Anteil der tatsächlichen Kosten für Verwaltungs- und Bestattungsleistungen decken. Bisher trägt die Aufbahrungshalle nur 40 Prozent ihrer Ausgaben – dieser Anteil soll auf 60 Prozent steigen. Andere Gebührenanpassungen berücksichtigen die Inflation und aktualisierte Berechnungsmethoden, wobei Grabstellen jedoch weiterhin teilweise von der Stadt subventioniert werden.

Ein neuer Bereich für "Engelskinder" bietet künftig eine gemeinsame Gedenkstätte ohne zusätzliche Kosten. Familien, die ein Kind in der frühen Schwangerschaft oder im Säuglingsalter verlieren, erhalten so einen eigenen Ort der Erinnerung.

Bei Urnenrasengräbern ist nun eine Doppelnutzung möglich, was den Angehörigen mehr Flexibilität gibt. Zudem sind individualisierte Grabsteine erlaubt, was zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten schafft. Trotz einiger Gebührenerhöhungen sinken durch überarbeitete Preismodelle die Kosten für bestimmte Leistungen.

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Durch die Anpassungen rechnet die Stadt mit jährlichen Mehreinnahmen von etwa 54.500 Euro. Betont wird jedoch, dass es nicht um Gewinnmaximierung gehe, sondern um ein nachhaltiges System, das fair und für alle Bürger zugänglich bleibt.

Die endgültige Entscheidung des Rates bestimmt, ob die neue Satzung in Kraft tritt. Bei einer Zustimmung würden die Änderungen eine kostendeckendere Finanzierung einführen, während Schlüsselangebote weiterhin subventioniert bleiben. Der Plan erweitert zudem die Bestattungsoptionen und schafft einen eigenen Gedenkort für Familien, die frühe Verluste betrauern.

Quelle