14 April 2026, 02:05

Neues Wehrdienstmodell: Was 18-Jährige jetzt wissen müssen

Ein Buch, das bunt gefärbte deutsche Armeeuniformen mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt.

Neues Wehrdienstmodell: Was 18-Jährige jetzt wissen müssen

Deutschland führt ein neues Wehrdienstmodell ein, das alle jungen Männer betrifft, die 2008 oder später geboren wurden. Die 18-Jährigen müssen nun einen Online-Fragebogen ausfüllen, der ihre Eignung für eine mögliche Wehrpflicht bewertet. Der Schritt erfolgt, während die Bundeswehr ihre Reihen angesichts von Rekrutierungsproblemen ausbauen will.

Moritz Gericke, 18, und Nico Freudensprung, 17, gehören zu den Ersten, die mit der neuen Regelung konfrontiert sind. Der Fragebogen prüft Motivation und körperliche Fitness, bedeutet aber noch keine zwingende Einberufung. Stattdessen werden vorläufige Daten für die zukünftige Planung erhoben.

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Die Bundeswehr zählt derzeit rund 186.000 aktive Soldatinnen und Soldaten, wobei Frauen etwa 13 Prozent der Truppe ausmachen. Das Militär strebt jedoch an, die Zahl auf 260.000 aktive Kräfte und 200.000 Reservisten zu erhöhen. Eine allgemeine Wehrpflicht würde erst dann eingeführt, wenn die freiwillige Rekrutierung diese Ziele nicht erreicht.

Viele junge Männer dieser Altersgruppe zeigen wenig Bereitschaft, beizutreten. Der Kernzweck der militärischen Ausbildung – die Vorbereitung auf den Krieg – bleibt für die meisten ihrer Altersgenossen ein großes Abschreckungsmoment.

Der neue Fragebogen markiert einen Wandel in der deutschen Verteidigungspolitik. Zwar wird die Wehrpflicht noch nicht durchgesetzt, doch bereitet sich die Bundeswehr auf mögliche Engpässe bei der Personalgewinnung vor. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, die nationalen Sicherheitsfähigkeiten in den kommenden Jahren zu stärken.

Quelle