11 June 2026, 16:05

Niedersachsen erreicht historischen CO₂-Tiefstand dank erneuerbarer Energien

Niedersachsen meldet Rekord-Rückgang bei Treibhausgasemissionen

Niedersachsen erreicht historischen CO₂-Tiefstand dank erneuerbarer Energien

Niedersachsen verzeichnet deutliche Fortschritte bei der Reduzierung seines CO₂-Fußabdrucks

Am Mittwoch gab Umweltminister Christian Meyer bekannt, dass die energiebedingten CO₂-Emissionen des Landes 2023 einen historischen Tiefstand erreicht haben. Die Zahlen zeigen einen spürbaren Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren und spiegeln die anhaltenden Bemühungen beim Ausbau erneuerbarer Energien wider.

Im Jahr 2023 sanken die energiebedingten CO₂-Emissionen Niedersachsens auf 51,6 Millionen Tonnen – ein Rückgang um 9,6 Prozent gegenüber 2022 und sogar um 32,9 Prozent seit 1990. Gleichzeitig verzeichnete das Land einen deutlichen Anstieg bei Genehmigungen für erneuerbare Energien: Die Zahl der Bewilligungen für Windkraftanlagen erreichte einen Höchststand, während die installierte Photovoltaik-Leistung auf etwa 10,5 Gigawatt stieg.

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Der Landesrechnungshof veröffentlichte zwar am Mittwoch seinen Jahresbericht, ließ darin jedoch die Emissionsdaten für 2023 aus. Trotz der Fortschritte forderte die Behörde nachdrücklich strengere Klimaschutzmaßnahmen. Zudem kritisierte sie geplante Änderungen bei der Wärmeplanung sowie im Gebäudeenergiegesetz.

Minister Meyer hob besonders das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG hervor, das nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen könnte. Gleichzeitig warnte er, dass mögliche Bundespolitik die im Land geplanten Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnte. Niedersachsen bleibt jedoch auf Kurs, bis 2025 eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen.

Die Emissionen des Landes haben damit den niedrigsten je gemessenen Stand erreicht, getrieben vom raschen Ausbau der erneuerbaren Energien. Dennoch bestehen Bedenken, dass politische Wechsel künftige Investitionen beeinträchtigen könnten. Der Druck für ambitionierteren Klimaschutz bleibt bestehen – schließlich strebt Niedersachsen an, bereits in zwei Jahren komplett auf Ökostrom umzustellen.

Quelle