Ölpreis knackt erstmals seit 2023 die 100-Dollar-Marke – Spritpreise explodieren
Clara HofmannTreibstoffpreise steigen erneut - Ölpreis knackt erstmals seit 2023 die 100-Dollar-Marke – Spritpreise explodieren
Ölpreis übersteigt erstmals seit Anfang 2023 die Marke von 100 Dollar pro Barrel
Die Ölpreise sind aufgrund der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten erstmals seit Anfang 2023 wieder über 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Der Konflikt zwischen dem Iran und westlichen Streitkräften hat globale Lieferketten gestört und die Spritpreise für Verbraucher in ganz Europa in die Höhe getrieben. Benzin und Diesel haben an den Tankstellen nun mehrmonatige Höchststände erreicht.
Der jüngste Preisschub folgt auf Wochen der Instabilität im Persischen Golf. Iranische Angriffe auf Öltanker in irakischen Gewässern, darunter ein Anschlag mit mindestens einem Toten, haben seit Ende Februar 2026 an Intensität zugenommen. Die USA und Israel reagierten mit Luftangriffen, während der Iran drohte, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus – eine entscheidende Route für den globalen Öltransport – zu blockieren. Diese Störungen ließen den Preis für Nordsee-Öl der Sorte Brent am 12. März um etwa 9 Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel steigen – ein Anstieg von 40 Prozent seit Beginn des Konflikts.
Eine kurze Entspannung gab es, nachdem US-Präsident Donald Trump Pläne für ein rasches Ende des Krieges ankündigte und Öl aus strategischen Reserven freigab. Doch der Effekt war nur von kurzer Dauer. Bis Freitag schloss Brent-Rohöl bei knapp 103 Dollar – dem höchsten Stand seit Jahren.
Der Anstieg der Rohölpreise schlägt sich direkt auf die Spritkosten nieder. Am Freitag erreichte der bundesweite Durchschnittspreis für Superbenzin E10 2,028 Euro pro Liter, während Diesel auf 2,149 Euro kletterte. Erste Zahlen vom Samstagmorgen deuten darauf hin, dass beide Kraftstoffe in den kommenden Tagen weiter steigen werden.
Autofahrer sehen sich nun mit den höchsten Spritpreisen seit Monaten konfrontiert, ohne dass sich eine baldige Entlastung abzeichnet. Der Konflikt im Nahen Osten belastet weiterhin die Ölversorgung und hält die Rohölpreise auf hohem Niveau. Analysten warnen, dass weitere Störungen die Preise für Benzin und Diesel kurzfristig noch weiter in die Höhe treiben könnten.