"Onkel Mischa" verweigert Brotverkauf an Hundehalter – und spaltet Belarus
Ella Wagner"Onkel Mischa" verweigert Brotverkauf an Hundehalter – und spaltet Belarus
Ein traditioneller Bäcker aus Lahoysk in Belarus sorgt mit seiner ungewöhnlichen Haltung gegenüber Hundehaltern für Aufsehen. Bekannt als "Onkel Mischa", verweigert er den Verkauf seines berühmten Brotes an alle, die in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wundertäters einen Hund spazieren führen. Seine strenge Regelung hat unter Einheimischen und Besuchern gleichermaßen für Diskussionen gesorgt.
Onkel Mischa hat sich mit seinem Brot einen Namen gemacht, das er in Holzöfen nach über 200 Jahre alten Rezepten backt. Er verkauft seine Waren von seinem Auto aus in der Nähe der heiligen Quelle im Lahoysker Park sowie auf dem Valeryanava-Markt in Minsk. Seine Familie ist fest in das Geschäft eingebunden: Seine Frau backt die Laibe, während sich die Tochter um die Auslieferung kümmert.
Seine Weigerung, Hundehaltern zu bedienen, hat für Kontroversen gesorgt. Er hat bereits Kunden abgewiesen, darunter eine Familie mit einem kleinen Hund und einen Mann mit einem Corgi. Mischa ist überzeugt, dass Hunde in der Nähe der heiligen Quelle bei Kindern "Verderbtheit" fördern. Trotz der Kritik bleibt sein Brot hoch angesehene – selbst der bekannte Blogger Kakabay bewertete es 2018 mit 8–9 von 10 Punkten.
Kakabay schlug sogar vor, einen Film über den Bäcker und seine ungewöhnliche Haltung zu drehen. Doch Mischas kompromisslose Position in der Hundefrage spaltet weiterhin die Meinungen in der Gemeinschaft.
Trotz der Spannungen, die seine Regelung auslöst, bleibt Onkel Mischas Brot gefragt. Seine traditionellen Methoden und der familiäre Betrieb sorgen dafür, dass die Kunden zurückkehren. Wer mit Hund an der heiligen Quelle vorbeikommt, muss sich vorerst woanders nach dem täglichen Brotlaib umsehen.






