PETA enthüllt grausame Trainingsmethoden im Wuppertaler Zoo gegen afrikanische Elefanten
Ella WagnerPETA enthüllt grausame Trainingsmethoden im Wuppertaler Zoo gegen afrikanische Elefanten
Tierschutzorganisation PETA fordert dringendes Einschreiten gegen den Wuppertaler Zoo wegen Misshandlung afrikanischer Elefanten
Videoaufnahmen belegen, dass Pfleger die Tiere zwingen, für Fotos Positions zu halten und Kunststücke vorzuführen – und dabei harte Trainingsmethoden anwenden. Die Organisation wirft dem Zoo vor, durch direkten Kontakt sowohl die Elefanten als auch das Personal zu gefährden.
PETA veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie Elefanten im Wuppertaler Zoo Menschen auf ihrem Rücken tragen und bei Hochzeiten oder privaten Führungen auftreten müssen. Laut der Tierschutzorganisation setzen die Pfleger dabei Bullhaken ein – ein scharfes Werkzeug –, um die Tiere zu kontrollieren. Selbst das Elefantenbaby Tuffi werde demnach stressigen Trainingsroutinen unterzogen.
Die Praktiken des Zoos stoßen bei Fachleuten auf Kritik, die bestätigen, dass Elefanten nur mit Gewalt dressiert werden können. PETA fordert seit Langem die Umstellung auf "Protected Contact" – ein sichereres System, bei dem Pfleger ausschließlich durch Barrieren mit den Tieren interagieren. Diese Methode verringert das Risiko von Unfällen und Krankheitsübertragungen und verbessert gleichzeitig das Wohl der Elefanten.
Trotz Hinweisen an die lokalen Behörden über die angeblichen Misshandlungen gibt es bisher keine offizielle Reaktion. PETA lehnt generell die Haltung von Elefanten in Zoos ab und argumentiert, dass Gefangenschaft ihren komplexen sozialen und körperlichen Bedürfnissen nicht gerecht werde. Während andere deutsche Zoos – etwa in Leipzig oder Karlsruhe – ebenfalls Elefanten halten, bleiben deren Kontaktmanagement-Richtlinien unklar.
Der Wuppertaler Zoo setzt die Tiere weiterhin für kommerzielle Zwecke ein, darunter Hochzeiten und Fotosessions. PETA besteht darauf, dass das aktuelle System den Elefanten schadet und das Personal gefährdet. Die Organisation drängt auf sofortige Änderungen, um sicherzustellen, dass die Tiere nach den Standards des "Protected Contact" gehalten werden.