Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure in Pforzheim: Täter weiterhin flüchtig
Maximilian SchmidtMänner greifen Busfahrkartenkontrolleure in Pforzheim an - Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure in Pforzheim: Täter weiterhin flüchtig
Zwei Kontrolleure in Pforzheim mit Pfefferspray und Schlägen angegriffen
Am Freitagnachmittag wurden zwei Fahrkartenkontrolleure an einer Bushaltestelle in Pforzheim mit Pfefferspray attackiert und geschlagen. Beide Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen, die Täter sind weiterhin flüchtig. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Identifizierung der Angreifer.
Bereits Anfang dieses Monats hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben, was die Sorge um die Sicherheit von Verkehrsmitarbeitern weiter verstärkt. Trotz dieser und weiterer Angriffe – darunter ein tödlicher Übergriff auf einen Zugbegleiter im Februar 2026 – wurden bisher keine neuen Sicherheitsmaßnahmen eingeführt.
Der aktuelle Vorfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer, die offenbar einer Fahrkartenprüfung entgehen wollten, stießen die Beamten zu Boden. Einer der Angreifer schlug einem Kontrolleur ins Gesicht und setzte mehrmals Pfefferspray ein.
Ein Video der Attacke verbreitet sich seitdem in sozialen Netzwerken; die Behörden halten die Aufnahmen für authentisch. Die verletzten Mitarbeiter wurden ins Krankenhaus gebracht, benötigten jedoch keine intensive Behandlung. Die Polizei geht von einer gefährlichen Körperverletzung aus.
Bereits im Februar hatte es zwei ähnliche Vorfälle gegeben: Am 19. Februar wurden Kontrolleure in Magdeburg angegriffen, am 25. Februar folgte ein weiterer Angriff in Stendal. In beiden Fällen flüchteten die Täter, es gab keine Festnahmen.
Trotz dieser wiederholten Übergriffe wurden bisher keine konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Verkehrsmitarbeitern angekündigt.
Der Vorfall in Pforzheim reiht sich in eine wachsende Zahl von Angriffen auf Fahrkartenkontrolleure in den letzten Wochen ein. Die Polizei ermittelt weiter, doch bisher konnte kein Tatverdächtiger festgenommen werden. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Risiken für Beschäftigte im Öffentlichen Verkehr – ohne dass kurzfristig mit einem besseren Schutz zu rechnen wäre.