Pflegeversicherung droht Milliardenloch – 7,5 Milliarden Euro Fehlbetrag für 2023
Maximilian SchmidtPflegeversicherung droht Milliardenloch – 7,5 Milliarden Euro Fehlbetrag für 2023
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als zunächst angenommen. Neue Zahlen zeigen, dass die Deckungslücke für 2023 höher ausfällt als in früheren Schätzungen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat nun aktualisierte Prognosen mit den Ländervertretern geteilt.
Ursprünglich war die Regierung von einer Differenz von 6 Milliarden Euro zwischen Einnahmen und Ausgaben ausgegangen. Doch überarbeitete Berechnungen offenbaren, dass die tatsächliche Lücke bei 7,5 Milliarden Euro liegt. Ministerin Warken legte diese Zahlen kürzlich den Gesundheitsministern der Länder vor.
Der finanzielle Druck wird in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Bis 2028 könnte das Defizit auf über 15 Milliarden Euro anwachsen. Die aktualisierten Zahlen verdeutlichen tiefgreifendere Finanzierungsprobleme als bisher eingeräumt.
Die neuen Schätzungen zwingen die Politik nun, eine größere Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung zu schließen. Da die Defizite weiter steigen dürften, sind Anpassungen des Systems unvermeidbar. Bisher haben die Verantwortlichen jedoch noch keine konkreten Maßnahmen zur Deckung des Fehlbetrags bekannt gegeben.






