31 March 2026, 14:08

Rammstein-Coverband in Halle: Club trotzt Drohungen und hält an Konzert fest

Plakatankündigung für ein Konzert in Paris, Frankreich, mit einem Bild einer Gruppe von Menschen und Textbeschreibung des Ereignisses.

Rammstein-Coverband in Halle: Club trotzt Drohungen und hält an Konzert fest

Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband im Club Tante Manfred in Halle hat für Aufsehen gesorgt, nachdem eine aggressive E-Mail-Kampagne gegen die Location gerichtet wurde. Die Nachricht, versandt von einer Gruppe, die sich "Antifaschistische und Feministische Aktionsallianz Halle/Saale" nennt, forderte die Absage der Veranstaltung mit provokanter Sprache und drohendem Unterton. Die Clubleitung weigert sich jedoch, nachzugeben, und besteht darauf, dass das Konzert wie geplant stattfinden wird.

In der an die Betreiber gerichteten E-Mail wurden radikale Parolen wie "TÖTET TILL!" verwendet, zudem wurde vor unbestimmten Konsequenzen gewarnt, sollte das für den 2. Mai 2026 geplante Konzert stattfinden. Die Absender griffen Rammstein und dessen Frontmann Till Lindemann scharf an und warfen ihnen vor, schädliche Ideologien zu verbreiten. Trotz des Drucks bestätigte Matthias Golinski, der Betreiber der Tante Manfred, dass die Veranstaltung wie vorgesehen durchgeführt werde – vorausgesetzt, der Auftritt der Band halte sich im rechtlichen Rahmen.

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Die Kritik beschränkte sich nicht auf die E-Mail: Der Club wurde aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der er bisher seine Events beworben hatte. Dennoch bleibt die Leitung der Tante Manfred standhaft, betont die künstlerische Freiheit und lehnt Forderungen nach einer Absage ab. Bisher gibt es keine weiteren Informationen über die Gruppe hinter den Drohungen oder deren frühere Aktivitäten in Halle/Saale.

Das Konzert soll wie geplant im Mai 2026 stattfinden; die Verantwortlichen der Tante Manfred zeigen sich unbeeindruckt von den Forderungen. Die Haltung des Clubs unterstreicht die Spannungen zwischen künstlerischem Ausdruck und aktivistischem Widerstand in der Halleschen Nachtkultur. Die Behörden haben sich bisher weder zu den Drohungen noch zu möglichen Sicherheitsvorkehrungen für die Veranstaltung geäußert.

Quelle