05 May 2026, 02:10

RAPK stört Maidemo in Kreuzberg – wie Musik und Protest kollidierten

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Bögen, Säulen und Skulpturen.

RAPK stört Maidemo in Kreuzberg – wie Musik und Protest kollidierten

Kreuzberger Rap-Trio RAPK verbindet seit langem Musik mit Protest und Gemeinschaftsaktivismus. Jedes Jahr veranstaltet die Gruppe am 1. Mai ein Solidaritätskonzert – passend zur Tradition des Myfest im Kiez. Doch in diesem Jahr führte die Veranstaltung zu unerwarteten Verzögerungen beim revolutionären Maidemonstrationszug.

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RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav, die alle in Kreuzberg aufgewachsen sind. Ihre Texte spiegeln den Alltag im Viertel wider und thematisieren Probleme wie Drogensucht, rassistische Polizeikontrollen und Gentrifizierung. Für sie gehören Musik und Protest untrennbar zusammen – beides sollte sich gegenseitig verstärken, statt nebeneinanderherzulaufen.

Am 1. Mai fand ihr jährliches Konzert nach dem Myfest statt und zog zahlreiche Besucher an. Die Versammlung blockierte versehentlich die Route des Demonstrationszugs, was zu Verzögerungen führte. RAPK reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und einem Aufruf auf Instagram, die Menge möge Platz machen. Trotz dieser Bemühungen kam es zu Rückschlägen beim Marsch.

Die Gruppe entschuldigte sich später für die Störung. Sie räumte ein, dass in Zukunft eine bessere Planung nötig sei – etwa durch eine räumliche Trennung von Konzert und Demonstration. Ihr Ziel bleibt jedoch unverändert: Musik als Werkzeug für Protest, Zusammenhalt und die Vermittlung politischer Botschaften einzusetzen.

Das Konzert von RAPK am 1. Mai zeigte die Herausforderungen, Feiern und Aktivismus unter einen Hut zu bringen. Das Trio hat sich verpflichtet, künftige Veranstaltungen so anzupassen, dass es nicht erneut zu solchen Verzögerungen kommt. Ihre Musik bleibt dabei Spiegel der Kreuzberger Kämpfe und zugleich ein Aufruf zu gesellschaftlichem Wandel.

Quelle