Rechtsextreme Straftaten dominieren im Altmarkkreis Salzwedel – doch Gewalt geht zurück
Hannah HofmannRechtsextreme Straftaten dominieren im Altmarkkreis Salzwedel – doch Gewalt geht zurück
Im Altmarkkreis Salzwedel wurden 2022 insgesamt 82 politisch motivierte Straftaten registriert. Diese Fälle machten 1,75 Prozent aller gemeldeten Delikte im Landkreis in diesem Jahr aus. Die meisten betrafen Propagandadelikte oder Graffiti-Schmierereien.
Mit 64,6 Prozent lag der Großteil der Taten im rechtsextremen Spektrum, gefolgt von linksextrem motivierten Vorfällen mit 18,3 Prozent. Die übrigen Fälle ordneten sich anderen politischen Motiven zu.
Gewalttaten gingen deutlich zurück: Während 2021 noch neun Fälle verzeichnet wurden, waren es 2022 nur noch drei – allesamt Körperverletzungen. Zudem wurden vier antisemitische Straftaten erfasst, von denen drei durch die Behörden aufgeklärt werden konnten.
Die Zahl der politisch motivierten Delikte blieb zwischen 2020 und 2022 weitgehend stabil. Die Polizei beobachtete dabei öffentliche Versammlungen zu Themen wie dem Krieg in der Ukraine, Klimawandel, Flüchtlingspolitik und Corona-Maßnahmen. Die Hälfte aller politisch motivierten Fälle konnte 2022 aufgeklärt werden – ein Wert, der leicht über dem Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt lag.
Der Kriminalitätsbericht des Landkreises zeigt ein deutliches Muster: Rechtsextreme Taten dominierten, während gewalttätige Vorfälle sanken. Dass jeder zweite Fall gelöst wurde, unterstreicht die wirksame Arbeit der Ermittlungsbehörden in der Region.






