12 March 2026, 14:05

Rechtsextremer Brandanschlag auf muslimischen Gebetsraum im Harz – zwei Tatverdächtige ermittelt

Eine Gruppe von Menschen vor einem brennenden Gebäude mit aufsteigendem Rauch und einem Text unten, der lautet: "Die Verwüstungen durch die Londoner Aufständischen beim Abfackeln des neuen Gefängnisses von Newgate."

Ermittlungen wegen Moscheebrand in Oberharz am Brocken abgeschlossen - Rechtsextremer Brandanschlag auf muslimischen Gebetsraum im Harz – zwei Tatverdächtige ermittelt

In Hasselfelde im Oberharz am Brocken wurde ein muslimischer Gebetsraum bei einem Brandanschlag vorsätzlich in Brand gesteckt – ein Fall, der mittlerweile als rechtsextrem motiviert eingestuft wird. Rund 100 Einsatzkräfte brachten die Flammen unter Kontrolle, bevor Ermittler die Untersuchungen zu dem Vorfall aufnahmen.

Mittlerweile wurden zwei Tatverdächtige in Zusammenhang mit der Brandstiftung identifiziert. Die Behörden haben den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die nun weitere Schritte einleiten soll.

Der Brand brach in den frühen Morgenstunden im Gebetsraum aus und löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei aus. Schnell stand fest, dass es sich um Brandstiftung handelte – mit rechtsextremem Hintergrund.

Einer der Verdächtigen war den Verfassungsschutzbehörden bereits bekannt. Dies passt in ein größeres Muster: Seit 2020 haben deutsche Behörden über 150 politisch motivierte Angriffe auf muslimische Gebetsräume und ähnliche Einrichtungen registriert. Den Höchststand gab es 2023 mit 62 Vorfällen – die meisten davon mit rechtsextremem Hintergrund.

Die Ermittlungen laufen zwar noch, doch die Akten wurden bereits an die Staatsanwaltschaft übergeben. Diese wird auf Basis der bisherigen Beweislage entscheiden, ob Anklage erhoben wird.

Der Anschlag reiht sich ein in eine wachsende Liste rechtsextremer Gewalt gegen muslimische Gebetsstätten in ganz Deutschland. Mit den identifizierten Verdächtigen und dem laufenden Verfahren wird die Staatsanwaltschaft über die nächsten rechtlichen Schritte befinden. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin im Rahmen ihrer Bemühungen, extremistische Bedrohungen einzudämmen.

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