Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Clara HofmannRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Division Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Unternehmens auf verteidigungstechnische Aktivitäten. Beide Seiten rechnen damit, dass der Deal bis zum vierten Quartal 2026 abgeschlossen wird.
Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielte, umfasst bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice. Unter der Führung von AEQUITA sollen diese Markennamen beibehalten werden. Rheinmetall behält jedoch die Dermalog SensorTec sowie das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano und drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind.
Der Verkauf passt in die laufende Umstrukturierung von Rheinmetall. 2023 und 2024 hatte das Unternehmen bereits seine Groß- und Kleinkolbenaktivitäten veräußert, um sich auf lukrativere Rüstungsaufträge zu konzentrieren. Konzernchef Armin Papperger bezeichnete den jüngsten Deal als „wichtigen Meilenstein“ dieser Strategie.
AEQUITA plant, alle 6.250 Mitarbeiter der übernommenen Bereiche zu übernehmen. Der Vorstandsvorsitzende und Co-CEO des Unternehmens, Axel Geuer, erklärte, der Zukauf werde den Umsatz im Automobilsegment von AEQUITA auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und finaler Anpassungen.
Nach dem Abschluss wird der Deal die Aktivitäten von Rheinmetall weiter auf den Verteidigungssektor ausrichten, während AEQUITA sein Automobilportfolio ausbaut. Die verkaufte Sparte, die seit Ende 2025 als „eingestellter Geschäftsbereich“ geführt wird, bleibt unter ihren etablierten Markennamen erhalten. Die finale Abwicklung wird bis Ende 2026 erwartet.






