ROFU Kinderland in Halle schließt für immer seine Pforten
Spielwarenladen ROFU Kinderland im HEP-Einkaufspark Halle schließt endgültig
Der ROFU-Kinderland-Spielwarenladen im HEP-Einkaufspark in Halle wird seine Türen für immer schließen. Die Schließung ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, nachdem das Unternehmen Insolvenz angemeldet hatte. Bundesweit verlieren über 660 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job, da 27 Filialen geschlossen werden.
Die Filiale war erst vor 30 Monaten mit großen Erwartungen am Standort Bruckdorf eröffnet worden. Doch finanzielle Schwierigkeiten zwangen das Unternehmen zu einem raschen Kurswechsel. Der Restrukturierungsverantwortliche Marcus Katholing machte den harten Wettbewerb durch Online-Händler und enttäuschende Weihnachtsumsätze für die Probleme des Unternehmens verantwortlich.
Bundesweit bleiben nur noch 77 der ursprünglichen ROFU-Standorte erhalten. Eine Investorenvereinbarung mit der in Bayern ansässigen Kids & School Holding GmbH sicherte zwar die Zukunft dieser Filialen – nicht jedoch die in Halle. Dort läuft derzeit ein Räumungsverkauf, bei dem der Bestand voraussichtlich bis Juli verkauft sein wird.
Die Einschnitte gehen über reine Filialschließungen hinaus: Am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach wird die Belegschaft von 360 auf nur noch 80 Mitarbeiter reduziert. Gleichzeitig wird das Logistikzentrum in Ramstein komplett geschlossen. Ab August wird ROFU als unabhängiges Unternehmen unter neuer Führung weitergeführt – allerdings ohne Präsenz im HEP-Einkaufspark.
Die Schließung hinterlässt am Standort Bruckdorf eine große Lücke, kaum zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung der ROFU-Filiale. Die Beschäftigten in Halle stehen nun vor der Entlassung, während die verbleibenden 77 Filialen unter einem neuen Investor weiterbetrieben werden. Die Umstrukturierung bedeutet einen drastischen Schrumpfungsprozess für ein Unternehmen, das einst deutlich größer war.






