29 April 2026, 18:05

Sachsen-Anhalt 2025: Politisch motivierte Straftaten auf Rekordniveau – doch die Aufklärung wird besser

Schwarzes Kreislogo mit weißer Umrandung und weißer "P" in der Mitte über fetter schwarzer Schrift, die "Rache für Kriminalität, revolutionäre Gewalt" lautet, auf einem Plakat.

Sachsen-Anhalt 2025: Politisch motivierte Straftaten auf Rekordniveau – doch die Aufklärung wird besser

Sachsen-Anhalt verzeichnete 2025 einen Anstieg politisch motivierter Straftaten – die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001. Die Behörden erfassten 4.144 Delikte, was einem Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz des Anstiegs verbesserten sich die Aufklärungsquoten in mehreren Kriminalitätsbereichen.

Die Gesamtzahl der politisch motivierten Gewalttaten ging 2025 leicht zurück: Es wurden 130 Fälle registriert, weniger als noch 2024. Rechtsextreme Gewaltdelikte sanken um 16 Fälle auf insgesamt 90, während linksextreme Gewalttaten um zwei auf 28 stiegen.

Insgesamt nahmen rechtsextrem motivierte Straftaten 2025 um 3 Prozent zu. Linksextreme Delikte verzeichneten einen deutlich stärkeren Anstieg von 12,1 Prozent. Die Ermittler klärten 63 der rechtsextremen Gewalttaten auf, was zu einer höheren Aufklärungsquote beitrug.

Die Aufklärungsquote bei allen politisch motivierten Straftaten stieg auf 43,1 Prozent (2024: 41,9 Prozent). Noch deutlicher verbesserte sie sich bei Volksverhetzung: Hier wurden 75,1 Prozent der Fälle gelöst – nach 70,1 Prozent im Vorjahr.

Die Zahlen für 2025 zeigen ein gemischtes Bild: Weniger Gewaltdelikte insgesamt, aber mehr politisch motivierte Straftaten. Die Aufklärungsquoten haben sich verbessert, besonders bei Volksverhetzung. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiter, da die Fallzahlen auf Rekordniveau bleiben.

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