Sachsen-Anhalt rettet notleidende Agrarbetriebe mit Soforthilfen und langfristigen Plänen
Hannah HofmannSachsen-Anhalt rettet notleidende Agrarbetriebe mit Soforthilfen und langfristigen Plänen
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat sich mit regionalen Landwirtschaftsverbänden zusammengeschlossen, um notleidende Agrarbetriebe zu unterstützen. Eine gemeinsame Erklärung unterzeichneten das Land, der Bauernverband Sachsen-Anhalt und der Landesbauernverband Sachsen-Anhalt. Die Vereinbarung sieht sowohl Sofortmaßnahmen als auch langfristige Schritte vor, um die finanzielle Belastung der Höfe zu verringern.
Zu den neuen Maßnahmen gehören die Nutzung bestehender Liquiditätshilfen sowie die Prüfung von Stundungen für Steuer- und Pachtzahlungen. Beratungsangebote sollen ausgebaut werden, um Landwirten bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zur Seite zu stehen. Zudem wird die Landesentwicklungsgesellschaft Sachsen-Anhalt ermächtigt, Flächen anzukaufen und zurückzuverpachten, um Betrieben mehr Flexibilität zu ermöglichen.
Die Beteiligten vereinbarten, langfristige Risikoausgleichsmodelle zu entwickeln und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten im Land. Gemeinsam richteten die Unterzeichner Forderungen an die Bundesregierung, darunter die Ausweitung von Liquiditätsprogrammen, Steuererleichterungen und bessere Regelungen für Agrardiesel.
Für Ende des Jahres ist ein Folgeagrar-Gipfel geplant, auf dem der Umsetzungsstand der beschlossenen Maßnahmen überprüft werden soll. Ziel der Vereinbarung ist es, den Betrieben in Sachsen-Anhalt finanzielle Entlastung und mehr Planungssicherheit zu bieten. Land und Verbände werden weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Veränderungen umzusetzen. Weitere Gespräche sind für den anstehenden Gipfel vorgesehen.






