Sachsen-Anhalt revolutioniert Umgang mit Smartphones und Tablets an Schulen
Hannah HofmannSachsen-Anhalt revolutioniert Umgang mit Smartphones und Tablets an Schulen
Sachsen-Anhalt führt neue Strategie für den Umgang mit privaten digitalen Geräten an Schulen ein
Das Bundesland setzt auf einen Ansatz, der den einzelnen Bildungseinrichtungen mehr Eigenverantwortung einräumt, dabei aber klare Leitlinien vorgibt. Ziel ist es, Schutz und Lernen im digitalen Zeitalter in Einklang zu bringen.
Der Freistaat hat hierfür ein Handbuch sowie ein Online-Tool veröffentlicht, die Schulen bei der Umsetzung der Strategie unterstützen sollen. Beide Ressourcen sind auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalts abrufbar – ergänzt durch weitere Materialien zur Medienbildung. Unter dem Titel „Zwischen Schutzraum und Lernraum“ helfen sie Schulen dabei, Geräte je nach Altersgruppe und Bildungszielen in den Schulalltag zu integrieren.
Mit dem Online-Tool können Schulen eigene Regelwerke erstellen, etwa Nutzungsordnungen für Geräte oder Kommunikationsvorlagen für Eltern. Die Strategie setzt darauf, dass Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern im Dialog gemeinsam Regeln entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Medienkompetenz, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein bei den Jugendlichen.
Bildungsminister Jan Riedel betonte, dass Schulen die digitale Lebenswelt junger Menschen aktiv mitgestalten müssten. Leitgedanke sei es, Risiken wie Ablenkung oder Datenschutzprobleme zu minimieren, ohne dabei Lernchancen einzuschränken. Die Landesregierung versteht dies als einen kontinuierlichen Prozess: Die Richtlinien werden regelmäßig überprüft und an die technische Entwicklung angepasst.
Die Initiative stattet Schulen mit praktischen Werkzeugen aus, um digitale Geräte verantwortungsvoll in den Unterricht einzubinden. Sie ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Schulformen und pädagogische Konzepte. Durch regelmäßige Aktualisierungen bleibt die Strategie an die dynamischen Veränderungen der Technologie angepasst.






