Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Clara HofmannSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten im vergangenen Jahrzehnt deutlich erhöht. Die Anzahl der internationalen Arbeitnehmer, die in die Sozialversicherung einzahlen, hat sich vervierfacht. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg ihre Zahl um 5.560 an.
Mittlerweile kommen fast 9 Prozent aller Beschäftigten in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland. Dieser Anstieg verläuft stetig: Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Zahl der Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, um 3.492. Besonders große Betriebe sind bei der Rekrutierung internationaler Mitarbeiter am aktivsten.
Trotz dieses Trends setzen die meisten Unternehmen weiterhin auf einheimische Arbeitskräfte. Fast drei Viertel der Betriebe in der Region beschäftigen keine ausländischen Mitarbeiter. Nur jedes vierte Unternehmen hat derzeit internationale Angestellte in Lohn und Brot.
Die Regionaldirektorin der Bundesagentur für Arbeit für Sachsen-Anhalt–Thüringen betont die Notwendigkeit einer besseren Integration. Demografische Entwicklungen und Fachkräftemangel machen ausländische Arbeitskräfte zunehmend unverzichtbar für die regionale Wirtschaft. Sachsen-Anhalt liegt damit in Ostdeutschland an der Spitze bei der Zunahme ausländischer Beschäftigung.
Die Belegschaft in der Region wird vielfältiger. Der kontinuierliche Anstieg ausländischer Arbeitnehmer hilft, Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Unternehmen und Behörden konzentrieren sich nun darauf, diese Mitarbeiter erfolgreich in den Arbeitsalltag zu integrieren.






