Schulze kandidiert erneut als Ministerpräsident – trotz Umfrage-Rückstands gegen die AfD
Maximilian SchmidtSchulze kandidiert erneut als Ministerpräsident – trotz Umfrage-Rückstands gegen die AfD
Sven Schulze, der amtierende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat seine Kandidatur für die Wiederwahl im September bekannt gegeben. Die Entscheidung fällt nur wenige Wochen nach der jüngsten Landtagswahl, wobei Schulze trotz aktuell schlechter Umfragewerte für seine Partei zuversichtlich bleibt.
Der CDU-Politiker betonte, der Ministerpräsident müsse durch eine Wahl legitimiert werden und könne nicht dauerhaft geschäftsführend im Amt bleiben. Er verwies auf positive Resonanz auf die Arbeit seiner Regierung und präsentierte sich als stärkster Kandidat für das Amt.
Aktuelle Umfragen sehen die CDU bei 24 Prozent – hinter der AfD. SPD und Linke könnten gemeinsam jedoch mit 42 Prozent eine knappe Mehrheit bilden und die AfD damit ausschließen. Grüne, FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht scheinen dagegen derzeit an der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament zu scheitern.
Schulze räumte zwar ein, dass seine Partei hinter der AfD liegt, beharrte aber darauf, für die Wähler die erste Wahl zu bleiben. Er bekräftigte seinen Willen, die Wahl am 6. September zu gewinnen.
Mit Schulzens Bewerbung um eine zweite Amtszeit bahnt sich in Sachsen-Anhalt ein enges Rennen an. Der Ausgang hängt von möglichen Verschiebungen in der Wählergunst und möglichen Koalitionsoptionen ab. Die Wahl am 6. September wird zeigen, ob er eine weitere Amtszeit sichert – oder ob es zu einem Machtwechsel kommt.






