Silke Boß kehrt als Synodalpräsidentin im Kirchenkreis Halle-Saalkreis zurück
Clara HofmannSilke Boß kehrt als Synodalpräsidentin im Kirchenkreis Halle-Saalkreis zurück
Der Kirchenkreis Halle-Saalkreis der Evangelischen Kirche hat Silke Boß zur neuen Synodalpräsidentin gewählt. Die Entscheidung fiel während der ersten Sitzung der neu gebildeten Synode in der St.-Bartholomäi-Kirche in Halle am vergangenen Samstag. Boß, die den Vorsitz bereits von 2003 bis 2014 innehatte, kehrt damit in eine ihr vertraute Rolle zurück.
Die neu konstituierte Synode trat erstmals mit einem klaren Fokus auf Einheit zusammen. Dr. Ute Niethammer, die als Superintendentin erstmals an einer Sitzung teilnahm, betonte die Entschlossenheit der Gruppe, gemeinsam an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Die Beschlüsse wurden mit deutlichen Mehrheiten gefasst, was auf wenig Uneinigkeit unter den Mitgliedern hindeutet.
Boß war nicht die einzige Neubesetzung: Nicol Speer und Andreas Quellmalz wurden zu ihren Stellvertretern gewählt. Alle drei Führungskräfte stammen aus ländlichen Regionen des Kirchenkreises – ein Punkt, den Boß in ihrer Eröffnungsrede aufgriff. Sie unterstrich die Bedeutung einer gleichberechtigten Vertretung sowohl der städtischen als auch der ländlichen Gemeinden.
Boß' Erfahrung beschränkt sich nicht auf ihre frühere Präsidentschaft: Sie war auch Mitglied der Landessynode und verfügt damit über einen umfassenden Blick auf die Bedürfnisse des Kirchenkreises. Ihre Rückkehr in die Führung wurde von den Teilnehmenden unterstützt, die Fortschritt über individuelle Interessen stellten.
Die erste Synodensitzung setzte einen kooperativen Ton für die kommende Amtszeit. Boß und ihre Stellvertreter werden sich nun dafür einsetzen, eine faire Vertretung aller Gemeinden zu gewährleisten. Ihr gemeinsamer ländlicher Hintergrund könnte prägend dafür sein, wie sie die vielfältigen Herausforderungen des Kirchenkreises angehen.






