18 March 2026, 18:05

SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Text und strukturellen Plänen auf Papier.

Nord-SPD fordert Wohnungsgenossenschaft - SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein

Die Schleswig-Holsteinische SPD hat einen Plan vorgelegt, ein landeseigenes Wohnungsunternehmen zu gründen. Ziel ist es, den Bau von Sozialwohnungen in der Region zu beschleunigen. Der Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der die Sorge um den Verlust geförderter Wohnungen in den kommenden Jahren wächst.

Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck betonte die Dringlichkeit der Situation und verwies auf rund 18.000 geförderte Wohneinheiten, die ihren Status verlieren könnten. Die Partei argumentiert, ein landeseigenes Unternehmen könne Grundstücke erschließen und einen eigenen Wohnungsbestand aufbauen, um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Die regierende Koalition aus CDU, FDP und Grünen lehnte den SPD-Plan jedoch ab. Stattdessen unterstützte sie einen Alternativvorschlag von CDU, Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW). Dieser sieht die Einrichtung einer Beratungsagentur für Wohnungsbau vor, die Kommunen unterstützen soll – statt eines vollständig staatlichen Unternehmens.

Während die SPD auf direkte staatliche Eingriffe setzt, bei denen das Land die Bodenerschließung und den Wohnungsbau steuert, bevorzugt die CDU-geführte Landesregierung ein Modell, in dem lokale Behörden Beratung erhalten, anstatt eine zentrale staatliche Lösung umzusetzen.

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Mit der Ablehnung des SPD-Vorschlags wird Schleswig-Holstein kein landeseigenes Wohnungsunternehmen gründen. Stattdessen soll eine Beratungsstelle eingerichtet werden, die Kommunen beim Wohnungsbau unterstützt. Die Entscheidung überlässt die Zukunft der 18.000 gefährdeten Sozialwohnungen den lokalen und regionalen Strategien.

Quelle