15 April 2026, 08:05

SPD streitet über Steuerreform: Mehrwertsteuer-Erhöhung oder Umverteilung?

Eine Karte von Europa, die die EU-VAT-Sätze für 2014 mit Prozentwerten und Textbeschriftungen zeigt.

SPD streitet über Steuerreform: Mehrwertsteuer-Erhöhung oder Umverteilung?

Die SPD bereitet sich darauf vor, ihre Reformpläne auf einer Konferenz an diesem Freitag vorzustellen. Im Mittelpunkt der Debatte steht eine Steuerreform, darunter ein geplanter Anstieg der Mehrwertsteuer. Anke Rehlinger, die saarländische SPD-Ministerpräsidentin, hat deutliche Bedenken gegen eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer geäußert.

Die Bundesregierung prüft intern einen Vorschlag, den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben. Im Gegenzug könnten der ermäßigte Satz von 7 Prozent sowie Lohnsteuern und Sozialabgaben gesenkt werden. Rehlinger steht diesem Ansatz jedoch weiterhin skeptisch gegenüber.

Rehlinger unterstützt den Plan von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), das Ehegattensplitting abzuschaffen. Zudem befürwortet sie eine Entlastung bei der Einkommensteuer für 95 Prozent der Steuerzahler, während Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ein, um zusätzliche Einnahmen für öffentliche Ausgaben zu generieren.

Auf der SPD-Konferenz am Freitag werden diese Reformen als Teil der weiteren Agenda für die kommenden Monate vorgestellt. Die Partei strebt einen Ausgleich an: Steuersenkungen für die meisten Arbeitnehmer sollen mit höheren Abgaben für Wohlhabende und Unternehmen einhergehen.

Der geplante Mehrwertsteuer-Anstieg bleibt innerhalb der SPD umstritten – trotz möglicher Entlastungen für Geringverdiener. Rehlingers Alternative zielt darauf ab, Spitzenverdiener und Erbschaften stärker zu besteuern. Die endgültigen Beschlüsse der Partei werden die Finanzpolitik in den nächsten Monaten prägen.

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