16 April 2026, 08:05

SPD und Verkehrssenatorin streiten über U7-Verlängerung in Spandau

Farbenfrohe Linien auf einer alten Karte von Berlin zeigen die Route des Berliner U-Bahn-Systems.

SPD und Verkehrssenatorin streiten über U7-Verlängerung in Spandau

Ein Streit über die Pläne für den Berliner Nahverkehr ist zwischen dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh und Verkehrssenatorin Ute Bonde (parteilos) entbrannt. Saleh übt scharfe Kritik an Bondes Vorschlägen – insbesondere an der Entscheidung, die U-Bahn-Linie U7 in Spandau nicht zu verlängern. Er machte deutlich, dass seine Fraktion die aktuelle Fassung des Plans nicht unterstützen werde.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht eine Kosten-Nutzen-Analyse, die von einer Verlängerung der U7 über den Bahnhof Spandau Rathaus hinaus abrät. Saleh argumentiert, dass diese Entscheidung benachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil unzumutbar belaste. Bereits habe er Regierungsbürgermeister Kai Wegner (CDU) über seinen Widerstand informiert.

Bonde hingegen betont, dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst seien. Zwar räumt sie ein, dass der U-Bahn-Bau mit hohen Kosten verbunden sei, fordert aber weitere Untersuchungen zu Systemauswahl und Streckenführung. Trotz Vorbehalten der Verkehrsverwaltung zeigt sich Wegner weiterhin offen für eine Verlängerung der U7.

Salehs Fraktion lehnt den Plan in seiner jetzigen Form kategorisch ab. Sein Hauptkritikpunkt ist der Stillstand bei der Verbesserung der Verkehrsanbindungen in Spandau, durch den sozial schwache Gruppen seiner Ansicht nach besonders benachteiligt würden.

Der Dissens verdeutlicht die Spannung zwischen Haushaltszwängen und den Bedürfnissen der urbanen Mobilität. Während Bondes Behörde weiterhin Optionen prüft, deutet Salehs Widerstand auf mögliche Verzögerungen der Verkehrsstrategie hin. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Stadtspitzen, die finanzielle Realitäten gegen die öffentliche Nachfrage abwägen müssen.

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