28 March 2026, 16:04

Staatspreis für Denkmalschutz 2026: Diese Pioniere retten Sachsen-Anhalts kulturelles Erbe

Schwarz-weißer Stich von Johannes Georgius, Fürst von Anhaltinus, mit einem zentralen menschlichen Gesicht und Text unten.

Staatspreis für Denkmalschutz 2026: Diese Pioniere retten Sachsen-Anhalts kulturelles Erbe

Die Preisträger des Staatspreises für Denkmalschutz 2026 sind von Rainer Robra, Staatsminister für Kultur, bekannt gegeben worden. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen im Erhalt des kulturellen Erbes der Region. Die feierliche Übergabe findet am 21. April in der Staatskanzlei und im Kulturministerium Sachsen-Anhalts statt.

Zu den Ausgezeichneten gehört Guido Schwarzendahl aus Halle (Saale). Er wurde für sein Engagement beim Schutz und der Restaurierung des architektonischen Erbes von Halle-Neustadt geehrt – einer sozialistischen Musterstadt der 1960er-Jahre. Entworfen vom Architekten Richard Paulick, entstand das Viertel für bis zu 100.000 Chemiewerker mit Hochhäusern in Plattenbauweise, farbenfrohen Wandmalereien und einer umfangreichen Infrastruktur. Seit 2001 steht das Gebiet unter dem Schutz des Programms URBAN 21, das die Bewahrung der DDR-Ära-Bauten bei gleichzeitiger Anpassung an moderne Anforderungen sichert.

Auch Gerhard Christ aus Aschersleben erhält die Auszeichnung für jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken in der archäologischen Denkmalpflege. Seine Forschungen zur Stadtgeschichte Ascherslebens haben maßgeblich zum Erhalt des lokalen Kulturerbes beigetragen. Zudem wurde der Verein Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V. für die Restaurierung des ehemaligen DDR-Beobachtungsturms bei Walbeck geehrt. Das Projekt verwandelte den Standort in ein historisches Denkmal und eine Aussichtsplattform mit regionaler Strahlkraft.

Der Staatspreis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung Sachsen-Anhalts im Bereich der Denkmalpflege. Die einzelnen Preisträger erhalten jeweils 2.500 Euro, während die Gruppenauszeichnung mit 7.500 Euro dotiert ist. Die Verleihung am 21. April würdigt die Verdienste der Gepriesenen, deren Arbeit dafür sorgt, dass bedeutende historische Stätten und Bauwerke für kommende Generationen bewahrt bleiben. Die Preise unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, in Sachsen-Anhalt Denkmalschutz und moderne Entwicklung in Einklang zu bringen.

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