Streit um Verlängerung der Europachaussee: Drei Trassen, keine Entscheidung
Clara HofmannStreit um Verlängerung der Europachaussee: Drei Trassen, keine Entscheidung
Halles Stadtrat debattiert über Verlängerung der Europachaussee nach Ammendorf
Drei mögliche Trassenführungen stehen zur Diskussion, doch Finanzierung und politische Unterstützung sind weiterhin ungewiss. Im Finanzausschuss konnte keine Mehrheit erreicht werden, sodass die Entscheidung nun im Plenum des Stadtrats fallen muss.
Für das Projekt wurden 15 Millionen Euro aus Sonderrücklagen bereitgestellt. Streit über die beste Variante verzögert jedoch den Fortschritt. Die ursprüngliche Planung der Stadtverwaltung (Variante 1) sieht vor, die Straße über die Tiefen Straße und die Alfred-Reinhardt-Straße bis zur Regensburger Straße zu führen. Diese Route galt als Favorit der Verwaltung.
Zwei Alternativen liegen ebenfalls auf dem Tisch: Variante 2 umfasst den Bau einer Brücke über die Gleisanlagen, die den Verkehr von der Eisenbahnstraße zum Florian-Geyer-Platz leiten soll. Variante 3 schlägt einen Tunnel vor, um einen Teil des Verkehrs unterirdisch umzuleiten und so die stark frequentierte Kreuzung zu entlasten.
Julius Neumann, SPD-Landtagskandidat, fordert eine gründliche und ergebnisoffene Debatte über die beste Trassenführung. Er betonte, wie wichtig eine frühzeitige und substanzielle Einbindung von Anwohnern und Unternehmen sei, bevor eine Entscheidung fällt.
Der Finanzausschuss stimmte kürzlich über den Vorschlag ab, doch die SPD enthielt sich. Ohne klare Mehrheit liegt die finale Entscheidung nun beim gesamten Stadtrat. Die Verlängerung der Europachaussee bleibt vorerst in der Schwebe, da die politischen Gräben bestehen. Die reservierten 15 Millionen Euro werden erst freigegeben, sobald eine Trasse feststeht. Der Stadtrat muss nun entscheiden, welche Option verfolgt wird – oder ob weitere Bürgerbeteiligung notwendig ist.






